Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

Seit 20 Jahren immer für alte Menschen da. JUBILÄUM / Mutter Teresa Haus hat sich in den letzten Jahren zu einer Institution im Bereich Pflege und Betreuung entwickelt.

JENNERSDORF / Am 31. Jänner 1992 wurde das Altenwohn- und Pflegeheim „Mutter Teresa Haus“ mit 48 Betten eröffnet. Es war dies die erste Einrichtung dieser Art im Bezirk, getragen von einem gemeinnützigen Verein, den Stadtpfarrer Alois Luisser ins Leben rief. Begonnen hat alles aufgrund einer persönlichen Begegnung zwischen Luisser und Mutter Teresa. Letztlich war es diese herausragende Ordensfrau und Persönlichkeit, die dem Pfarrer von Jennersdorf zurief: „Dein Kalkutta ist Jennersdorf.“ Als dann im kleinen Kreis der Beschluss zum Bau eines Altenheimes gefasst wurde, war nichts vorhanden, als ein wöchentlicher Gebetskreis (der die Spiritualität von Mutter Teresa in die Pfarre einpflanzte).

Als im ersten Gespräch mit dem Land Burgenland diese „Aktiva“ präsentiert wurden, hielt man es zunächst für einen Scherz. „Doch als Hofrat Engelbrecht sah, dass an der Entschlusskraft der Betreiber nicht zu zweifeln war, konnte auch ein Finanzierungsplan unter Beteiligung des Landes Burgenlandes, der Stadtpfarre Jennersdorf und anderen Körperschaften erstellt werden“, erinnert sich Luisser gerne zurück.

Für die Planung bekam das Architektenbüro einen Satz mit: „Die schönsten Häuser in eurer Stadt seien die für die Alten und die Kinder“, erzählt Luisser weiter. In eineinhalb-jähriger-Bauzeit wurde das Vorhaben umgesetzt. 20 Jahre danach steht die soziale Einrichtung, die heute nicht mehr wegzudenken ist, vor neuen Herausforderungen. Die Pflege, Betreuung und Begleitung von alten und pflegebedürftigen Menschen ist viel mehr ins öffentliche Interesse gerückt. Die zu bewältigenden Aufgaben haben aber auch wesentlich zugenommen. Ein Erweiterungsbau wurde vor 5 Jahren notwendig.

Im „Haus St. Joseph“ wurde das betreute Wohnen (neun Einheiten) und zusätzlich zehn Pflegebetten untergebracht. Im vorigen Jahr wurde das betreute Wohnen (neun Einheiten) im neuen Gesundheitszentrum integriert. Im April 2012 wird das Pflegeheim in Neuhaus am Klausenbach mit 30 Betten eröffnet werden. Auch dieses Haus wird von der Mutter Teresa Vereinigung geführt werden, sodass für insgesamt 88 Pflegeplätze und 18 betreute Wohnungen Verantwortung übernommen wird. Die Mutter Teresa Vereinigung wird dann Arbeitgeber für mehr als 60 Personen sein.