Erstellt am 07. Mai 2012, 14:04

Seminarhotel "Raffel" zahlungsunfähig. Das südburgenländische Traditionshotel "Raffel" mit Sitz in Jennersdorf ist zahlungsunfähig. Die Firma Seminarhotel "Raffel" GmbH & Co KG hat am Montag am Eisenstädter Landesgericht den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.

Das teilte der Österreichische Verband Creditreform in einer Aussendung mit. Den Aktiva von rund 44.000 Euro stehen Passiva von etwa 617.000 Euro gegenüber. Das Traditionsunternehmen soll fortgeführt werden.

Als Insolvenzursachen nannte Creditrefom die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, nachdem der Betrieb durch den Ausbau der Thermenregion Loipersdorf zunehmend mit Auslastungsproblemen zu kämpfen hatte. Durch den Ausbau des Gasthofes zum Seminarhotel seien hohe Investitionskosten angefallen. Außerdem seien hohe Kosten durch den privaten Betrieb des Kulturzentrums Jennersdorf angefallen, hieß es in der Mitteilung.

Das 2001 gegründete Unternehmen betreibt ein 4-Sterne-Hotel inklusive Restaurant. Der Gasthof wird seit mehr als 100 Jahren geführt, die Ursprünge gehen laut Creditreform auf das Jahr 1884 zurück. Von den Zahlungsschwierigkeiten sind 15 Dienstnehmer und sieben Gläubiger betroffen. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten.

Eine weitere südburgenländische Firma meldete am Montag Insolvenz an: Die Firma Bader Autohaus GmbH mit Sitz in Oberwart hat rund 900.000 Euro Schulden. Vom Konkurs des Unternehmens, das bereits 2007 insolvent war, sind acht Dienstnehmer und mehr als 20 Gläubiger betroffen, so Creditreform.

Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Wolfgang Steflitsch in Oberwart bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 18. Juni anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 2. Juli statt.