Erstellt am 25. Februar 2014, 13:51

von Michael Pekovics

,So extrem wars noch nie‘. Bauern im Pinkatal fordern mehr Schutzmaßnahmen. Vor allem Moschendorf ist immer wieder betroffen: „Das Hochwasser kommt innerhalb kürzester Zeit.“

Gefahr durch Wassermassen. Zahlreiche Flüsse im Südburgenland führten nach den starken Regenfällen der Vorwoche Hochwasser.  |  NOEN, zVg
Von Michael Pekovics

Heuer wurde das Südburgenland von verheerenden Hochwasserereignissen wie im Jahr 2009 zum Glück verschont. Punktuell kam es aber doch zu Problemen, vor allem die Bauern im Pinkatal bei Moschendorf klagen über große Schäden.

„So extrem wie heuer war es noch nie und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer“, bestätigt Bürgermeister Werner Laky (ÖVP). „Wenn es stark regnet, dauert es keine zwei Stunden, bis die Felder überflutet sind. 2013 hatten wir das Problem circa fünf Mal, in den vergangenen Tagen wurden die Felder gleich zwei Mal hintereinander überschwemmt.“

„Nach dem Rückgang des Wassers hat fast ein Meter an Höhe gefehlt"

Problematisch ist vor allem, dass das Wasser die gute Humusschicht auf den Feldern mitreißt und in den Wald verlagert, zurück bleiben nur verschlammte und zum Teil verwüstete Felder. „Zuletzt hat nach dem Rückgang des Wassers fast ein Meter an Höhe gefehlt. Das ist deshalb, weil das Gefälle in Richtung Westen relativ stark ist“, weiß Laky.

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Sowohl er als auch die Bauern der Region fordern nun rasche Schutzmaßnahmen für die betroffenen Flächen. „Das Problem ist eine Angelegenheit des Wasserbauamts, und dort ist der Fall bekannt“, sagt Laky. Was genau unternommen werden wird, weiß er nicht, aber: „Meines Wissens gab es zuletzt Flüge über das Gebiet, um die Lage genau zu analysieren.“

Keine schnelle Lösung erwartet

Mit einer schnellen Lösung rechnet der Ortschef aber nicht: „Die Pinka ist ein Grenzgewässer, da müssen unsere Behörden mit den ungarischen verhandeln, um das Problem in den Griff zu bekommen. Und das wird seine Zeit brauchen.“

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Tatsächlich musste nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage sogar der Grenzübergang Heiligenbrunn gesperrt werden, weil die Verbindungsstraße nach Pinkamindszent unter Wasser stand.

Grüne warnen vor Boden-Versiegelung

Für die Grünen ist die zunehmende Versiegelung des Bodens einer der Hauptgründe dafür, dass die Böden nicht mehr Wasser aufnehmen können: „Pro Tag werden im Land rund 3,7 Hektar versiegelt. Diese Vernichtung des Bodens verursacht Probleme und Kosten“, sagt der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller.