Erstellt am 07. September 2011, 00:00

SPÖ braucht neues Team. NÄCHSTER RÜCKTRITT / Nach Manfred Gilly, Harald Zieger und Josef Kloiber wird auch Reinhard Schmidt bei der nächsten Gemeinderatswahl 2012 nicht mehr kandidieren.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Ein weiterer Paukenschlag in der SPÖ-Ortsorganisation Jennersdorf. Nachdem die Stadträte Manfred Gilly und Harald Zieger überraschend ihren Rücktritt mit Ende der Legislaturperiode im Gemeinderat erklärten, wird auch Reinhard Schmidt der SPÖ bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung stehen. „Nach fünf Jahren ist endgültig Schluss. Die Zeit im Gemeinderat hat mir persönlich sehr viel gebracht, aber ich musste erkennen, dass der Weg nicht mehr weitergeht“, begründet Schmidt seinen Entschluss. Anders als Manfred Gilly tritt Reinhard Schmidt nicht aufgrund von parteiinternen Differenzen zurück. Kritik übt er aber dennoch: „Ich habe erkennen müssen, dass ich ein roter Punkt in einer schwarzen Umgebung war. Ich habe in den letzten fünf Jahren allein auf weiter Flur gekämpft, vor allem in Henndorf. Wenn man wenig Unterstützung hat, ist es schwer, etwas zu bewirken.“ Ein weiterer Grund für den Rücktritt sind auch private Verpflichtungen. „Ich bin aktiv beim ,TriRun Jussi‘ Jennersdorf dabei. Das kostet viel Zeit“, so Schmidt.

Helmut Kniewallner: „Ich  werde noch einmal antreten“

Einer der sechs SPÖ-Gemeinderäte hat sich für eine neuerliche Kandidatur bereits entschieden – Helmut Kniewallner. „Ich habe mich entschlossen, mich abermals der Wahl zu stellen. Die SPÖ muss in Jennersdorf etwas bewirken“, meint Kniewallner. Hannes Dax und Willibald Deutsch werden über ihr Antreten in den kommenden Wochen entscheiden. Die Rücktrittswelle beeindruckt Bezirksparteivorsitzenden Ewald Schnecker nicht – im Gegenteil, seine Ziele mit einem neuen Team sind groß. „Es ist nichts Besonderes, wenn nahezu eine ganze Fraktion ausgetauscht wird. Unser Ziel, das wir erreichen  werden, ist, die Absolute der ÖVP zu brechen“, so Schnecker. Vielleicht mit der kolportierten SPÖ-Spitzenkandidatin Karin Hirczy-Hirtenfelder, die Gerüchten zur Folge ganz oben auf der Wunschliste Schneckers stehen soll. Offiziell bestätigen wollte dies aber niemand.