Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

SPÖ-Vize Markus als Straßenmeister entlassen. FRISTLOS / Das Amt der Landesregierung kündigt Straßenmeister Josef Markus wegen einer „dienstrechtlicher Verfehlungen“.

VON CARINA GANSTER

WEICHSELBAUM / Schwere Zeiten durchlebt Vizebürgermeister Josef Markus im Berufsleben. Der Straßenmeister in Jennersdorf wurde nämlich von seinem Dienstgeber, dem Land Burgenland, in der vergangenen Woche fristlos entlassen. Begründet wird die fristlose Entlassung mit einer „dienstrechtlichen Verfehlung“.

„Klare Beweise“, soll es gegen den Straßenmeister geben, war von einem hochrangigen ÖVP-Politiker aus dem Bezirk Jennersdorf zu erfahren. Angeblich soll Markus, der seit neun Jahren in der Straßenmeisterei Jennersdorf beschäftigt ist, Geräte der Straßenmeisterei auch für private Zwecke genutzt haben. In der vergangenen Woche soll es eine interne Revision in der Straßenmeisterei Jennersdorf gegeben haben. Im Zuge dieser ist es auch zu Befragungen gekommen.

Der Beschuldigte, für den natürlich die Unschuldsvermutung gilt, war für eine Stellungnahme gegenüber der BVZ nicht bereit. Er ließ jedoch ausrichten, dass er sich erst nach der vollständigen Aufklärung in dieser Causa zu Wort melden möchte. Offen bleibt deshalb auch, ob er gegen die Entlassung arbeitsrechtliche Schritte setzt. SPÖ-Bezirksvorsitzender Ewald Schnecker sichert Markus jedoch bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhaltes das Vertrauen der Bezirkspartei und sein persönliches zu. „Für Markus gilt die Unschuldsvermutung, wie auch für Karl-Heinz Grasser und Peter Westenthaler, der trotz rechtskräftiger Verurteilung als Abgeordneter im Parlament sitzt“, so Schnecker.

Die fristlose Kündigung für den Straßenmeister soll in der Regierung einstimmig, also auch mit den Stimmen der SPÖ, gefallen sein. Ob Markus bei der kommenden Gemeinderatswahl wieder antreten wird, ist weiterhin unklar. Bei der letzten Wahl 2007 erreichte Markus 39 Prozent der Stimmen, dieSPÖ kam auf knapp 40 Prozent.