Erstellt am 25. März 2015, 10:35

von Elisabeth Kirchmeir

Für Job Strafregister gefälscht. Ein achtfach vorbestrafter Südburgenländer fälschte seine Strafregisterauskunft, um einen Job im Balance Resort zu bekommen.

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Mit acht Vorstrafen bekommt man nur schwer einen Job, vor allem in einem so renommierten Tourismus-Unternehmen wie dem Balance Resort Stegersbach. Das wusste auch ein 33-jähriger Südburgenländer, der kurzerhand sieben seiner acht Vorstrafen aus der Strafregisterbescheinigung strich und die manipulierte Auskunft bei seiner Bewerbung im Thermenhotel vorlegte.

Auch Diebstähle: Jetzt vor Gericht

Doch damit nicht genug: Den neuen Job soll der Mann ausgenutzt haben, um etliche Gegenstände zu stehlen. Vorige Woche musste sich 33-Jährige am Landesgericht Eisenstadt wegen seiner Straftaten verantworten.

Im November 2014 stattete der Südburgenländer seinen Bruder und dessen Freund mit einer Badetasche, Bademänteln und Magnetuhren aus und ermöglichte ihnen somit den Zutritt zur benachbarten Therme Stegersbach.

„Die Magnetuhren stehen ausschließlich Hotelgästen zur Verfügung, für die der Thermeneintritt im Zimmerpreis inkludiert ist“, erklärte der Geschäftsführer des Balance Resorts, Peter Kogelbauer, der als Zeuge befragt wurde. Externe Gäste seien nicht befugt, über das Hotel die Therme zu betreten.

„Hatte vor, das zu bezahlen“

„Ich hatte vor, das zu bezahlen“, behauptete der Angeklagte. Die entstandenen Kosten wurden ihm schließlich vom Lohn abgezogen. Im Dezember 2014 fand die Polizei an der Wohnadresse des Angeklagten Sonnenschirme, Leuchten sowie 15 Beistelltische, die dem Balance Resort gehörten.

Für eine Privatparty im Oktober hatte sich der Mitarbeiter die Gegenstände „ausgeborgt“, aber nicht mehr zurückgebracht. „Er hatte dafür keine Erlaubnis“, so der Geschäftsführer des Balance Resort.

Vorgeworfen wurde dem Mann auch, das Fahrrad eines Hotelgastes entwendet zu haben. Selbst als bekannt wurde, dass das Fahrrad vermisst wurde, brachte er es nicht zurück. „Das ist nicht ehrlich!“, hielt Richterin Birgit Falb dem Mann vor. Er wurde zu elf Monaten unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.