Erstellt am 23. Juli 2014, 13:24

von Carina Ganster

Stegersbach: Jugend im Clinch. JVP sieht sich bei Benützung des Jugendhauses benachteiligt, weil die SPÖ-nahe „Jugend Aktiv“-Gruppe Haus benutzt.

Im Visier. Die JVP ortet parteipolitisches Kalkül bei der Vermietung des Stegersbacher Jugendhauses an die Gruppe »Jugend Aktiv«.  |  NOEN, BVZ
Das Jugendhaus der Gemeinde steht derzeit im Fokus der Gemeindepolitik. Die JVP sieht nämlich Benachteiligungen für Jugendliche bei der Benützung des Jugendhauses. Das Jugendhaus gibt es seit 16 Jahren und wurde ursprünglich dem überparteilichen Verein „Kulturjugend“ überlassen, welcher jedoch seit drei Jahren inaktiv ist.

Seit einigen Monaten wird das Jugendhaus vom Verein „Jugend Aktiv Stegersbach“ genützt. „Hier wird auf dem Rücken der Stegersbacher Jugend offensichtlich Parteipolitik betrieben“, vermutet JVP-Obmann Philipp Brunner. Auf der Homepage der Bezirks-SPÖ Güssing wird dieser Verein nämlich als „SPÖ-nahe“ bezeichnet.

JVP will gemeinsame Plattform gründen 

Auch JVP-Bezirksobmann Andreas Magdics sieht hier eine große Problematik: „Eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Jugendeinrichtung sollte auch für alle nutzbar sein und nicht an eine Parteizugehörigkeit geknüpft sein.“ Die Stegersbacher ÖVP-Fraktion hat diesen vermeintlichen Missstand bereits im Dezember 2013 im Gemeinderat aufgezeigt.

„Es wurde uns damals die Auskunft erteilt, dass es sich bei „Jugend Aktiv“ um einen laut Statuten unparteilichen Verein handelt“, führt Vizebürgermeister Michael Knopf aus. Vorschlag der JVP ist, eine gemeinsame unparteiliche Plattform zu gründen, um einen Neustart für das Jugendhaus zu ermöglichen.

Bürgermeister Heinz Peter Krammer antwortet: „Niemand ist ausgeschlossen und jeder darf das Jugendhaus benützen. Die ,Jugend Aktiv‘-Gruppe ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob es möglich ist, das Haus zu mieten. Seitens der JVP gab es diesen Wunsch nicht, also verstehe ich das aktuelle Problem nicht ganz“, sagt Krammer.