Stegersbach

Erstellt am 26. Oktober 2016, 05:46

von Carina Fenz

Thermalort setzt auf Biomasse. Insgesamt wurden 2,8 Millionen Euro investiert. Bis zu 4.000 Haushalte können mit Wärme versorgt werden. Ausbau in den Ort ist geplant.

Biomasse für Stegersbach. Landesrätin Verena Dunst, Anton Taschner, Vizebürgermeister Ernst Friedl und Betreiber Jakob Edler.  |  BVZ, Ganster

Biomasse kann was und das beweist die neueste burgenländische Anlage in Stegersbach nahezu jeden Tag. Wie die BVZ bereits berichtete, wurden in das jüngste burgenländische Biomasseheizwerk rund 2,8 Millionen Euro investiert, im Endausbau könnte das Heizwerk bis zu 4.000 Haushalte mit Wärme versorgen.

„Hier haben wir optimale Voraussetzungen vorgefunden, durch die Therme, durch die Konzentration der Abnehmer und natürlich durch den entsprechenden Holzvorrat im Burgenland“, erklärt Betreiber Jakob Endler. Die größten Abnehmer sind die Therme und Hotels, „ohne diese wäre die Anlage kaum wirtschaftlich zu betreiben“, so Endler.

Rund 30 Landwirten beliefern das Heizwerk

Während in der letzten Ausbauphase die Firma Südobst, die Pfarre und zehn Privatkunden angeschlossen wurden, soll die nächste Ausbaustufe ins Ortszentrum reichen. Beliefert wird das Heizwerk von rund 30 Landwirten, die das Heizwerk mit Waldhackgut, Hobel- und Sägespäne und Rinde beliefern. Aktuell wird das Heizwerk in Stegersbach derzeit mit einer Lagerhalle für die Rohstoffe erweitert.

Im Burgenland gibt es derzeit 40 klassische Hackschnitzel-Dorfheizungen. Abgesehen von Stegersbach und Eisenstadt wurden in jüngster Zeit keine weiteren Heizwerke errichtet. „Die meisten Bestehenden sind wirtschaftlich gut unterwegs“, sagt Anton Taschner, Obmann des burgenländischen Heizwerkeverbandes.

Auch Agrarlandesrätin Verena Dunst glaubt an die Zukunft der Biomasse-Heizwerke im Burgenland, auch wenn derzeit nur in Ausnahmefällen in neue Großprojekte investiert wird. „Wir wollen eher in die Instandhaltung und Verbesserung der Technik investieren“, erklärt Dunst. Und dafür stehen bundesweit derzeit 20 Millionen Euro zur Verfügung, sagt Dunst.