Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

Steht KUZ vor Verkauf?. GEMEINDE ALS BETREIBER? / Laut Josef Wiedenhofer, Geschäftsführer der Kulturzentren, könnte das KUZ Jennersdorf bald in das Eigentum der Gemeinde übergehen.

 |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

JENNERSDORF / Sechs Kulturzentren gibt es im Burgenland, und man möchte meinen, alle gehören dem Land. Nicht aber das KUZ in Jennersdorf, das seit jeher Ernst Kampl-Kettner gehört, besser bekannt unter dem Namen (Seminarhotel) Raffel.

Bei der Errichtung im Jahr 1977 wurde laut Josef Wiedenhofer, Geschäftsführer der burgenländischen Kulturzentren, ein Vertrag aufgesetzt, Raffel hat den Grund zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit dem Land und der Gemeinde die Baukosten übernommen. „Aber schon seit damals ist das KUZ Jennersdorf im Eigentum von Kampl-Kettner“, sagt Wiedenhofer. „Dem Land wurde damals vertraglich zugesichert, Veranstaltungen im KUZ durchführen zu können.“ An bis zu hundert Tagen sei dies möglich, erklärt Wiedenhofer, der gastronomische Teil liege voll und ganz in den Händen des Seminarhotels Raffel.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass es Pläne gibt, dass das KUZ Jennersdorf verkauft werden soll. Wiedenhofer bestätigt: „Die Gemeinde hat quasi eine Vermittlerfunktion eingenommen, sie signalisiert aber Interesse, dass sie das KUZ künftig führen will.“

Bürgermeister bestätigt  Gespräche über Ankauf
Bürgermeister Willi Thomas (ÖVP) bestätigt, dass „diesbezügliche Gespräche laufen, mit der Idee dahinter, dass das Kulturzentrum mehr als bisher belebt werden soll“. Von einer Umsetzung sei man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernt. „Das ist doch bis jetzt nur eine Rederei“, sagt dazu auch Eigentümer Kampl-Kettner, bestätigt aber, dass es „diese Gespräche gibt.“ Und weiter: „Die Kosten für das KUZ werden im Lauf der Zeit immer höher, da müssen wir eine Lösung finden.“

Laut Wiedenhofer bekommt Kampl-Kettner derzeit „vom Land eine finanzielle Unterstützung, dafür dürfen wir dort Veranstaltungen durchführen“. „Im Grunde hängt es von der Gemeinde ab, ob sie das KUZ künftig betreiben will oder nicht“, sagt Wiedenhofer.