Erstellt am 16. Juli 2014, 07:01

Stinatz als „Beispiel“. Gemeinde forcierte Ausbau in Eigenregie mit Hilfe von Bedarfszuweisungen. Aber das ist nicht für jede Gemeinde möglich.

Rebecca Oswald, Diana Haxha, Jacqueline Zsiskovits mit Michaela Resetar und Andreas Grandits. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Internet im Südburgenland – eine unendliche Geschichte mit ähnlich langen Schulzuweisungen von SPÖ und ÖVP. Für die einen ist die „rote“ Ministerin Doris Bures, für die anderen der „schwarze“ Vizekanzler Michael Spindelegger Schuld am lahmenden Ausbau.

Gemeinde übernahm Drittel der Kosten

In Stinatz gibt es jetzt allerdings ein glückliches Ende. Weil die Gemeinde mit Bürgermeister Johann Grandits selbst tätig wurde, die Meinung der Bevölkerung einholte und 2013 begann, gemeinsam mit A1 ein Glasfasernetz zu installieren. „Auch wenn Stinatz ein ,best practice’-Beispiel ist, wäre das Projekt ohne Bedarfszuweisungen vom Land nicht möglich gewesen“, betont Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP).

Insgesamt wurden 100.000 Euro in das Glasfasernetz investiert, ein Drittel davon wurde von der Gemeinde übernommen. Eine Summe, die sich andere Gemeinden nicht leisten wollen – oder können. „Wenn die private Hand sich zurück zieht, muss die öffentliche Hand Mittel und Wege finden“, sagt Grandits.