Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Stinatz muss weiterhin warten. PERSONAL / Seit Langem ist der Amtmann Hugo Grandits aus gesundheitlichen Gründen nicht im Dienst. Entscheidung über Pensionierung ist nach wie vor ausständig.

STINATZ / Schon seit rund einem Jahr kann Amtsleiter Hugo Grandits seiner Tätigkeit in der Gemeindestube nicht nachgehen. Alle warten auf eine Entscheidung des Landes, ob der Amtsleider Hugo Grandits in den Ruhestand treten kann oder nicht. Im Oktober sagte Elke Edelbauer, Abteilungsleiterin der Personalabteilung des Landes, dass das Verfahren noch heuer, also 2011, abgeschlossen wird. Weiters wies sie daraufhin, dass es nur zwei Möglichkeiten gäbe: „Entweder der Amtsleiter geht in Pension oder er kommt zurück.“ Nun haben wir das Jahr 2012. Edelbauer zur aktuellen, unbefriedigenden Situation: „Zu einem laufenden Verfahren kann ich keine Stellungsnahme abgeben.“

Bürgermeister Andreas Grandits ist unzufrieden: „Uns wurde versprochen, dass es noch 2011 eine definitive Entscheidung in der Sache geben wird. Ich verstehe das nicht.“ Die Arbeit des Amtsleiters muss zum Teil er erledigen, beziehungsweise wurden neue Kräfte im Gemeindeamt angestellt und das kostet Geld. 70.000 Euro an Mehrkosten musste die Gemeinde 2011 aufbringen. „Der Ausfall belastet das Budget erheblich, da die Gemeinde das Gehalt weiterhin zur Gänze bezahlen muss und auch die Teilkräfte entlohnt werden müssen.“ Adalbert Klug, Leiter des Hauptreferats Besoldung und Gemeinden im Land, erklärt: „Bei Beamten gibt es keine Begrenzung der Gehaltszahlungen. Die Gemeinde muss so lange zahlen, bis die Person dienstunfähig ist. Bei Vertragsbediensteten ist das anders.“

Auch Hugo Grandits, der seiner Meinung nach an einer „Anpassungsstörung leidet“, sehnt eine Entscheidung herbei. „Ich habe schon drei Gutachten vorgebracht. Nun muss ich diese Woche noch einmal nach Wien, wo im Auftrag des Landes ein Gutachten über meinen gesundheitlichen Zustand erstellt wird. Ich gehe davon aus, dass danach endlich die endgültige Entscheidung getroffen wird.“ Laut Klug liegt die Aufschiebung des Verfahrens an der Überprüfung des Gutachtens von Hugo Grandits: „Das Verfahren dauert, weil privat eingebrachte Gutachten von Amtsärzten überprüft werden müssen.“

Auch Ortschef Grandits hat bereits zwei Stellungsnahmen bei der zuständigen Stelle im Land vorgebracht. „Der Zustand schränkt unseren Spielraum ein. Der Gemeinderat wie auch die Bevölkerung sind einer Meinung und wollen eine Entscheidung.“