Erstellt am 29. Oktober 2013, 09:35

Stinatzer Facebook-Schmäh. Projekt / Zwei Stinatzer wollen die Olympischen Spiele 2022 nach Stinatz holen – und haben auf Facebook dafür schon 424 Fans gefunden. Sogar Bundeskanzler Werner Faymann ist einer.

Von Carina Ganster

Projekt / Was für Kitzbühel die Streif, ist für Stinatz „Stunkovo“ und sowieso steht für Thomas Grandits und Oliver Blaskovits fest, Stinatz soll sich für die Olympischen Spiele 2022 bewerben. Natürlich ist das alles nur ein Scherz – aber ein guter, wie 424 Fans der Gruppe „Olympia 2022 nach Stinatz“ auf Facebook beweisen. Sogar Bundeskanzler Werner Faymann zählt dazu.

Grundgedanke war, Impulse für Wirtschaft anzuregen

„Der Grundgedanke bei unserem Projekt ‚Olympia 2022 nach Stinatz‘ war: Wie können wir Impulse für die Wirtschaft und den Tourismus in Stinatz und dem Südburgenland setzen“, erklärt Oliver Blaskovits. In Stinatz gab es schon immer „verrückte“ Ideen, wie „Baut’s a Freibad in Stinatz“ und „Stinatz Kulturhauptstadt 2008“. Und auch wenn die Forderung unrealistisch ist, so bringt sie zumindest Öffentlichkeit für den zweisprachigen Ort.

Schmunzeln kann auch Bürgermeister Andreas Grandits darüber, der aber prompt eine Erklärung für das doch etwas ungewöhnliche Projekt findet.

Organisatoren-Duo präsentierte der BVZ sein „Gesamtkonzept“

„Stinatz ist ja bekannt für Kabarett und andere Dinge, also warum keine Olympischen Spiele. Freibad haben wir eh keines bekommen“, meint der Ortschef. Für die Organisatoren steht fest, dass Wintersport in Stinatz eine lange Tradition hat.

„Ein gewisser Herr Grandits ist sogar einmal mit Langlaufskiern innerhalb eines Tages von Stinatz nach Wien gefahren“, erklärt Blaskovits lachend und präsentiert im Gespräch mit der BVZ sein „Gesamtkonzept“: „Derzeit sind wir daran, ein Budget auf die Beine zu stellen, welches sich ungefähr im Bereich des Zehnfachen der Olympischen Spiele 2012 in London bewegt. Der Mehrwert, den solche Spiele für Stinatz, das Südburgenland und ganz Österreich bringen werden, ist allerdings hier um ein Vielfaches höher. Wir sehen keine Alternativen zu Olympischen Spielen 2022 in Stinatz, deshalb gehen wir mit 97,8 Prozent Wahrscheinlichkeit auch davon aus, dass unsere Bewerbung auch des IOC angenommen wird“, zeigen sich die beiden Organisatoren siegessicher – und müssen dabei selbst lachen.