Erstellt am 16. März 2016, 05:14

von Carina Ganster

Feuerwehr bald ohne Chef. Kritik an Ortschef Andreas Grandits wird lauter. Nach Differenzen legten die beiden Kommandanten ihr Amt zurück.

Symbolbild  |  NOEN, Werner Müllner
Auf Personalebene brennt wa in der Feuerwehr Stinatz gewaltig. Kommandant Franz Resetarits und sein Stellvertreter Anton Fabsits haben ihr Amt mit Ende 2015 zur Verfügung gestellt, sind aber laut Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl noch bis 30. Juni aktiv, um eine ordnungsgemäße Übergabe zu organisieren.

Gegenwind für Ortschef wird stärker

Über den wirklichen Rücktrittsgrund der beiden Florianis kann nur spekuliert werden. Sie selbst wollen keine Stellungnahme abgeben. Hinter vorgehaltener Hand sollen aber Differenzen mit Ortschef Andreas Grandits (ÖVP) der Auslöser sein. Auch der Bürgermeister will trotz mehrmaliger Anfrage der BVZ zu den Rücktritten in der Feuerwehr Stellung nehmen.

Auch in der Gemeindepolitik wird der Gegenwind für Bürgermeister Grandits immer mehr spürbar. Nachdem der Ortschef zuletzt immer wieder die „ungerechte“ Aufteilung von Bedarfszuweisungen an ÖVP Gemeinden bekrittelte, lud Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) gemeinsam mit Vizebürgermeister Josef Kreitzer zur Pressekonferenz.

„Vorwürfe bedürfen einer Richtigstellung“

„Diese Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage, sind falsch und bedürfen einer Richtigstellung“, heißt es von Dunst, die auf einen Regierungsbeschluss aus dem Jahr 2015 verweist, in dem der Verteilungsschlüssel klar geregelt ist.

„Hätte sich Grandits die Mühe gemacht und sich einen Überblick verschafft, dann wäre ihm aufgefallen, dass der jährliche Basisbetrag im Vergleich zum Vorjahr unverändert 110.000 Euro geblieben ist. 2015 gab es für die Jugendarbeit noch zusätzlich 10.000 Euro vom Land. Heuer bekommt die Gemeinde weitere 50.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos – zusätzlich zu den 110.000 Euro“, klärt Dunst auf.

Weil Grandits nicht selbst im Land vorstellig wurde, um die zusätzliche Förderung für das Feuerwehrauto abzuholen, war es Vize Kreitzer, der in Absprache mit dem Ortschef das Geld beantrage. Auch hier wollte Grandits keine Stellungnahme abgeben.