Erstellt am 20. Februar 2013, 00:00

Streit um Wasser vertagt. Einigung möglich / Gemeinden streben außergerichtlichen Vergleich an. Verhandlung wurde am Montag ausgesetzt. Ausstieg könnte für Gemeinde Neuhaus am Klausenbach aber teuer werden.

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Von Carina Ganster

BEZIRK JENNERSDORF / Wie die BVZ bereits berichtete, streiten sich die Gemeinden Neuhaus und Mühlgraben um ausstehende Wassergebühren in der Höhe von rund 40.000 Euro. Weil sich die beiden Ortschaften nicht außergerichtlich einigen konnten, klagte die Gemeinde Neuhaus den offenen Betrag ein. Eine angesetzte Verhandlung, die bereits im Herbst einmal verschoben wurde, fand auch am Montag nicht statt. Grund dafür ist, dass die beiden Anwälte der Gemeinden einen Vertagungsantrag eingebracht haben. Die Chance auf eine außergerichtliche Einigung ist hoch. Das weiß auch Helmut Sampt, Ortschef von Neuhaus am Klausenbach: „Wir haben ein Vergleichsangebot ausgearbeitet, dass wir Mühlgraben vorgelegt haben. Wir verzichten auf einen Teil der Summe, im Gegenzug muss die Gemeinde Mühlgraben ein Konzept zum Ausstiegsszenario vorlegen“, erklärt Sampt.

Dass ein Ausstieg für seine Gemeinde aber teuer kommen könnte, dessen ist sich Sampt bewusst. „Wir müssten natürlich auf Einnahmen verzichten und auch die Wasseraufbereitungsanlage zurückbauen, die ist derzeit für zwei Gemeinden ausgelegt“, meint Sampt. Eine Summe will er nicht nennen.

Sein Kollege, Mühlgrabens Ortschef Reinhard Knaus ist fest entschlossen, aus dem Wasserverbund auszusteigen. „Das ist die einzige Lösung, aber natürlich würde ich auch eine außergerichtliche Einigung anstreben.“ Der nächste Verhandlungstermin ist für April angesetzt.

Einigung möglich. Gemeinden streben außergerichtliche Einigung an.