Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Strobl kandidiert nicht mehr. AMTSWECHSEL / Eberaus Bürgermeister Walter Strobl (ÖVP) tritt nicht mehr zur Bürgermeisterwahl an. Sein Nachfolger ist voraussichtlich Johann Weber aus Winten.

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VON SARAH BAUMGARTNER

EBERAU / Mit 7. Oktober wird es in der Marktgemeinde Eberau einen anderen Ortschef geben, das bestätigte Bürgermeister Walter Strobl gegenüber der BVZ.

In mehreren intensiven Gesprächen hat sich herauskristallisiert, dass Walter Strobl nicht mehr als Spitzenkandidat der ÖVP aufgestellt wird. Offiziell gibt es noch keinen Nachfolger, inoffiziell heißt es, dass Johann Weber kandidieren wird. Er war bislang noch nicht im Gemeinderat vertreten, ist Bezirksbauernbundobmann und kommt aus dem Ortsteil Winten. Offiziell wird der Spitzenkandidat wie auch die Liste der Gemeinderatskandidaten mit Ende Juni präsentiert.

Als Ortsparteiobmann des Ortsteiles Gaas wurde Strobl wiedergewählt. Dem Gemeinderat möchte er ebenso erhalten bleiben. Ob er nach den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen als Vizebürgermeister fungieren wird, hängt von der Verteilung der Stimmen ab. Denn geplant ist nur ein erster Vizebürgermeister. Wenn die Opposition jedoch mehr als ein Drittel der Stimmen erhält, stellt sie den ersten Vizebürgermeister. Dann könnte es sein, dass die ÖVP einen zweiten Vize vorschlägt.

Strobl ist seit November 1982 als Vertragsbediensteter der Gemeinde tätig. Er war neun Jahre lang Vizebürgermeister und die vergangenen zehn Jahre Ortschef. Zu den Gründen, warum er nicht mehr als Bürgermeister kandidiert, erklärt er: „19 Jahre aktive Gemeindepolitik sind nicht wenig. Zum Teil wollte ich nicht mehr.“ Auch die Konflikte der vergangenen Zeit waren ausschlaggebend für den seinen Entschluss und dem seiner Parteikollegen. „Es hat sich ein Kandidat gefunden, darüber muss man schon froh sein. Es gibt nicht viele, die sich das antun“, sagt der Ortschef und meint weiter: „Es hängt sehr viel dran, man ist immer Bürgermeister und kann nicht abschalten. Ich habe vor, einige Gänge zurückzuschalten“ Vertragsbediensteter der Gemeinde will er weiterhin bleiben. Funktionen wie etwa im Josefinum und in der Wassererlebniswelt gibt er größtenteils ab. „Der neue Bürgermeister übernimmt diese, er muss ja Bescheid wissen.“

Walter Strobl wird nach zehn Jahren als Ortschef nicht mehr kandidieren.