Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Strom aus dem Ausland. STILLSTAND / Der Schaden nach dem Brand beträgt rund 150.000 Euro. Die Wiederinbetriebnahme ist in zwei Wochen geplant.

40 Feuerwehrleute mussten den Brand der Anlage löschen.  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

GÜSSING / Am Dienstag, dem 14. Juni, kam es in der Biostromanlage in Güssing zu einem Brand, die BVZ berichtete. Laut Geschäftsführer Reinhard Koch, war die Brandursache mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Defekt beim Ölstartbrenner. „Dort dürfte Öl ausgetreten sein und sich daraufhin entzündet haben“, vermutet Koch. Ein Fremdverschulden wird völlig ausgeschlossen. Zwei Tage lang waren sechs Personen der Kriminalpolizei vor Ort, um zu ermitteln. „Die Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um ein technisches Gebrechen handelt“, ist Koch froh und fügt hinzu: „Alle haben gut reagiert.“

Der Sachschaden beläuft sich mittlerweile auf bis zu 150.000 Euro. „Derzeit sind wir dabei, Anbote für die Wiederherstellung einzuholen. Erst wenn die Anbote vorliegen, können wir den Schaden genau abschätzen. Die Schadenssumme wird zwischen 100.000 bis 150.000 Euro betragen“, erläutert Koch.

Der Geschäftsführer möchte den Betrieb in ein bis zwei Wochen wieder aufnehmen. Vom Stillstand direkt betroffen ist niemand. „Eigentlich ist ganz Österreich betroffen, da wir aus der Anlage Strom ins Netz einspeisen. Jetzt müssen wir Strom vom Ausland kaufen, da das Kraftwerk selbstständig Strom aus Holz erzeugt“, erklärt Reinhard Koch die aktuelle Situation. Der Zukauf ist für die Verbraucher aber nicht zu bemerken.