Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Strom und Wärme aus Hühnerkot. UMWELTSCHONEND / Der Nudelproduzent Joachim Wolf eröffnete seine eigene Biogasanlage. Durch die Verwertung von Hühnerkot ist das Unternehmen energieautark.

Minister Niki Berlakovich eröffnete gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik, aber auch mit Mitarbeitern der Firma Wolf und mit Chef Joachim Wolf die Biogasanlage.LEXI  |  NOEN
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GÜSSING / Vergangene Woche wurde die einzigartige Biogasanlage der Firma Wolf Nudeln, die mit Hühnerkot gespeist wird, eröffnet. Bundesminister Nikolaus Berlakovich nahm die Eröffnung vor.

Der Vorgang ist folgender: Der Mist der rund 30.000 Hühner – deren Eier werden für die Nudelherstellung genutzt – wird mit Grünschnitt zur Gärung gebracht, daraus entsteht Methangas und dieses Gas treibt wiederum einen Motor an, der Wärme und Strom herstellt. „Mit dieser Biogasanlage sind wir der erste Teigwarenhersteller weltweit, der seine Produkte energieautark und somit energieneutral erzeugen kann“, erläutert der Unternehmer Joachim Wolf bei der Eröffnung stolz. Mit dem dabei entstehenden Abfall düngt Wolf seine Felder, auf denen das Futter für das Federvieh wächst – und das ohne Nitrokunstdünger. Dadurch entsteht ein „totaler Kreislauf“ wie Wolf betont. Mit dem Bau wurde im Feber 2010 begonnen. Mit der Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2010, ist das Unternehmen nun energieautark. Die Kosten für die Anlage, die mit dem Unternehmen pbeg entwickelt wurde, betragen rund zwei Millionen Euro.

„Ökologie und Ökonomie sind vereinbar, das habe ich schon immer gesagt“, betonte Minister Berlakovich bei der Eröffnung in Güssing. Das Ziel vom Ausland unabhängig zu werden, ist man mit dieser Anlage nun näher gekommen, unterstrich der Umweltminister. Er bezeichnete die Firma, den Firmenboss Joachim Wolf und die damit verbundene Unternehmensstrategie als ein „Musterbeispiel für ganz Europa“.