Güssing

Erstellt am 09. November 2016, 05:19

von Carina Ganster

Geringe Ernte! Apfelkulinarium fällt aus. Zu wenig Obst zwangen Veranstalter zur Absage. 2017 soll mit dem „Apfelkulinarium“ wieder neu durchgestartet werden.

Symbolbild  |  Pekovics

Eigentlich sollte sich am kommenden Wochenende wieder alles um den Apfel drehen. Von 11. bis 13. November wollte der Verein Wieseninitiative und Streuobstproduzenten aus dem Südburgenland zum bereits dritten „Apfelkulinarium“ einladen.

„Wir haben einfach zu wenig Obst“

„Rund 85 Apfelsorten und unzählige Veredelungsprodukte aus dem Obst der Streuobstwiesen warten darauf, entdeckt zu werden“, machten die Veranstalter im Frühherbst noch Lust auf die Ausstellung der Sorten. „Dabei hatten wir schon damals Bauchweh, wollten die Sorten aber trotzdem zusammenbekommen“, sagt Brigitte Gerger vom Verein Wieseninitiative.

Und jetzt kam alles ganz anders. Aufgrund der großen Ernteausfälle, hervorgerufen durch die Frostnächte Ende April, die die Apfelblüte in weiten Teilen des Landes vernichtete, musste das „Apfelkulinarium“ abgesagt werden. „Wir haben einfach zu wenig Obst, um die Verkostung und den Verkauf im Zuge des Apfelkulinariums abzuwickeln“, erklärt Gerger.

Im kommenden Jahr will man, so Gerger, mit dem „Apfelkulinarium“ wieder neu durchstarten. Von der heurigen schlechten Apfelernte sind aber auch die anderen Bundesländer betroffen, etwa die Steiermark. Üblicherweise werden in Österreich 180.000 Tonnen Äpfel geerntet, heuer sind es nur rund 40.000 Tonnen.

Die Qualität hingegen sei vielversprechend, heißt es. Da burgenländische Apfelproduzenten qualitativ hochwertige Ware liefern, appelliert die Landwirtschaftskammer an die Konsumenten, das Angebot der bäuerlichen Direktvermarktung stärker zu nutzen, aber auch beim Kauf im Supermarkt bewusst dem heimischen Obst den Vorzug zu geben.