Gerersdorf-Sulz

Erstellt am 29. September 2016, 05:22

von Daniel Fenz

Rückhaltebecken als Schutz vor Wasser. Fast eine Million Euro wurden in den Hochwasserschutz investiert. Anlage am Sulzbach ist jetzt in Betrieb.

Schautafel. Die anwesenden Bürger erkundigten sich über das neu geschaffene Projekt in ihrer Gemeinde. Foto: D. Fenz  |  D. Fenz

In den letzten Jahrzehnten kam es in der Gemeinde Gerersdorf-Sulz zu weiträumigen Überschwemmungen in den Ortsteilen. Dabei waren auch Infrastruktureinrichtungen und bebautes Sieldungsgebiet betroffen. Daher entschlossen sich Bürgermeister Wilhelm Pammer und die Gemeinde, Schutzmaßnahmen in den Ortsteilen Sulz und Rehgraben zu errichten.

Ziel der Hochwasser-Rückhaltemaßnahmen ist es, das Gemeindegebiet vor einem 100-jährigen Hochwasserereignis zu schützen. Es gibt drei Rückhaltebecken, die 49.000 (Becken Sulzbach), 8.500 (Becken Zubringer 1) und 44.000 Kubikmeter (Becken Rehgraben) Speichervolumen erfassen können.

Um bei einem Hochwasserereignis eine Beschädigung der Dämme durch Überströmung zu vermeiden, gibt es außerdem eine Hochwasserentlastungsrampe, die für ein 5.000-jähriges Ereignis bemessen wurde. Die Gesamtsumme von 995.000 Euro wurde zu 45 Prozent durch Bundesmittel, 40 Prozent durch das Land und den Rest durch die Gemeinde aufgebracht.

Die neuen Behälter dienen als Hochwasserschutz für das Areal der „Vitaquelle“ in Sulz und deren Brunnenanlagen im Ortsteil von Gerersdorf sowie für bestehende Objekte.