Erstellt am 13. Dezember 2015, 13:20

von APA/Red

Tierschützerin angeblich von Jäger attackiert. Bei einer von Alfons Mensdorff-Pouilly veranstalteten Fasanjagd soll nach Angaben von Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), am Samstag eine Tierschützerin von einem maskierten Jagdteilnehmer mit einer brennbaren und ätzenden Flüssigkeit begossen worden sein.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Die Polizei konnte den Vorfall nicht bestätigen.

Die Frau befand sich einer VGT-Aussendung zufolge bei einer Gruppe von Aktivisten. Sie waren angereist, um die Jagd im Bezirk Güssing filmisch zu dokumentieren. Als die Jäger die Tierschützerin entdeckten, soll es zur Attacke gekommen sein, berichtete Balluch am Sonntag in einer Aussendung. Mensdorff-Pouilly soll laut Tierschützern Augenzeuge des Vorfalls gewesen sein. Die Jagd, die unter Polizeibegleitung stattfand, sei wenig später abgebrochen worden.

Aus dem Bezirkspolizeikommando Güssing hieß es, dass keine dementsprechende Anzeige vorliege. 

Mensdorff: Kann Angriff auf Tierschützerin ausschließen

Nach dem angeblichen Zwischenfall hat sich Alfons Mensdorff-Pouilly am Sonntag zu Wort gemeldet. "Ich kann ausschließen, dass jemand eine ätzende oder brennbare Flüssigkeit auf eine Tierschützerin geschüttet hat", dementierte der Jagdherr aus dem Bezirk Güssing Vorwürfe von Martin Balluch vom "Verein gegen Tierfabriken" (VGT).

Vielmehr seien die Tierschützer illegal über die ungarische Grenze gekommen und kilometerweit ins Sperrgebiet vorgedrungen, woraufhin eine Aktivistin von der Polizei vorläufig festgenommen wurde, so Mensdorff.

Die Polizei bestätigte am Sonntag in einer Presseaussendung die Festnahme. Laut ORF Burgenland habe die Polizei auch die vom VGT angezeigte Attacke eines Jägers auf eine Tierschützerin geprüft. Die Ermittlungen seien aber ohne Ergebnis eingestellt worden.