Erstellt am 29. April 2015, 10:43

von Carina Ganster

Tobajer Kids turnen in Kaserne. Tobajer Volksschüler weichen zum Turnen in die Kaserne aus. Rekruten sollen als Trainer fungieren.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Die Volksschule Tobaj sorgt derzeit mit einem einzigartigen Projekt für ordentlich Gesprächsstoff. Weil der Bewegungsraum in der örtlichen Volksschule zu klein ist und der Gemeinde aktuell ein Zubau aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, sollen die Kinder in der Kaserne Güssing ihren Turnunterricht abhalten.

Die Idee dazu kam von Bürgermeister Manfred Kertelics. „Das Problem mit dem kleinen Turnsaal in der Volksschule besteht schon einige Jahre. Um, den Kindern trotzdem einem dem Lehrplan angepassten Turnunterricht zu ermöglichen, mussten wir eben in die Trickkiste greifen. Dabei kam uns dann die Idee, die Ressourcen in der Region zu nutzen. Der große Turnsaal in der Kaserne ist ohnehin nicht den ganzen Tag ausgelastet“, erklärt Kertelics, der auch die Rekruten als Trainer in das Projekt einbinden möchte.

Projektkosten stehen noch nicht fest

Konkret stellt sich der Ortschef die Umsetzung so vor, dass die Kinder in den Herbst- und Wintermonaten mit dem Bus in die Kaserne nach Güssing zum Turnunterricht gebracht werden. Ein entsprechendes Ansuchen ans Militärkommando Burgenland hat Kertelics bereits verfasst.

„Eine mündliche Zusage habe ich bereits bekommen. Ich hoffe also, dass alles unter Dach und Fach ist und wir ab dem kommenden Schuljahr starten können“, erklärt der Bürgermeister, der vor allem die Effizienz dieses Projekts in den Vordergrund rücken möchte.

„So wie wir sollten viele Gemeinden agieren und auf verschiedenen Ebenen nach Kooperationen suchen“, pocht Kertelics auf Zusammenarbeit. Die Kosten für das Projekt sind derzeit noch nicht klar.

In den Sommermonaten wurde eine Kooperation mit dem örtlichen Sportverein vereinbart, um den Sportplatz als Ausweichstätte für den Turnunterricht nutzen zu können.