Erstellt am 03. Juni 2015, 10:26

Das Salz in der Suppe. Ausreißer gibt es an jedem Wahltag, so auch diesmal: ÖVP gewinnt in Eberau leicht, die SPÖ verliert in Bocksdorf massiv.

Prost auf die FPÖ. Karl Paul, Otto Dadak, Rene Graf, Nina Cerny, Johann Richter und Elisabeth Dadak (v.l.) feierten in Dt. Tschantschendorf. Foto: Ganster  |  NOEN, Carina Ganster

Dass in den Heimatgemeinden der Spitzenkandidaten die Ergebnisse vom Landes- und Bezirkstrend abweichen, ist klar. Aber auch abseits dieser Auffälligkeiten gibt es im Bezirk Güssing einige besondere Auffälligkeiten.

Zuwächse für die Großparteien

Darunter fallen zum Beispiele die – seltenen – Zuwächse für die beiden Großparteien: Die SPÖ legte in ihrer Hochburg Tschanigraben noch einmal um knapp 10 Prozent zu, auch in Güttenbach, wo ÖVP-Urgestein Leo Radakovits nicht mehr zur Landtagswahl antrat, gab es ein Plus.

Die ÖVP hingegen verzeichnete nur in einer Gemeinde einen Zuwachs, nämlich in Eberau, wo bei der letzten Wahl die ÖVP wegen der Asylheimdebatte viele Stimmen abgeben musste.

Fulminanter LBL-Erfolg in Kukmirn

Bei der FPÖ stechen natürlich Rauchwart und Tobaj, die beiden Heimatgemeinden von Rene Graf und Johann Richter, ins Auge. Auffallend bei den Grünen ist, dass sie sowohl in Wörterberg (SPÖ minus 12,4 Prozent) als auch in Güttenbach (ÖVP minus 14,7 Prozent) von der Schwäche der beiden Großparteien profitieren konnten.

Auch die LBL feierte in zumindest einer Gemeinde einen fulminanten Erfolg, nämlich in Kukmirn. Dies auch deshalb, weil dort die ÖVP allein im Ortsteil Limbach auf 10,8 Prozent (minus 35,7 Prozent) dezimiert wurde. Der Grund: Vor der letzten Landtagswahl hatte sich ÖVP-Kandidat Walter Temmel massiv für die Abspaltung des Ortsteils eingesetzt, dieser Versuch scheiterte aber.