Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Trasse für Umfahrung fixiert. VERKEHR / Gemeinde, Lande und Bürgerinitiative haben sich auf die südlichste der fünf Varianten entschieden. Strategisches Umweltprüfverfahren wurde bereits eingeleitet.

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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Am Dienstagabend, fand die von SP-Landtagsabgeordneten Ewald Schnecker einberufene Versammlung, für die Präsentation der fünf Trassenvorschläge für die geplante Umfahrung Jennersdorf/Rax statt. Mit dabei waren rund 25 Personen, die meisten davon kamen von der Bürgerinitiative Rax. Vertreter der Grünen, der FPÖ und der Bürgerliste blieben der Versammlung fern. SPÖ und ÖVP schickten politische Vertreter.

Hochwasserschutzprojekt  wird in Planung eingebunden

Geeinigt hat sich eine große Mehrheit der anwesenden Personen auf die südlichste der fünf Varianten. Die geplante Trasse für die Umfahrung wird vom Kreisverkehr an der Raab-Brücke, am Industriezentrum rechts vorbei Richtung Firma Vossen führen und beim Kreisverkehr am Fachmarktzentrum in die L116 münden. Weiterführend in den Ortsteil Rax wird die Umfahrung in einem fließenden Übergang hinter der „Euro-Spar“ Filiale rechts an Rax vorbeigehen und sich in Richtung Gemeinde Weichselbaum strecken. Die Grundstücke dafür wurden von der Gemeinde Jennersdorf bereits vor zwei Jahren angekauft. „Die Variante ist deshalb die beste Lösung, weil sie gemeinsam mit dem Hochwasserschutzprojekt für die Firma Vossen umgesetzt werden kann“, erklärt SP-Stadtparteivorsitzende Karin Hirczy-Hirtenfelder. Somit ist auch der Knotenpunkt weiterhin gegeben, von dem die Autofahrer weiterhin Richtung Henndorf und auch in die Stadt fahren können. „Ziel ist es, dass wirklich nur der Ziel- und Quellverkehr in die Stadt Jennersdorf hineingeleitet wird“, meint Hirczy.

Der nächste Schritt ist nun ein strategisches Umweltprüfverfahren, dass noch diese Woche vom Land eingeleitet wird. In diesem gilt es die Auflagen, für den Bau zu prüfen. Ob es in weitere Folge eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben wird, die den Bau der Umfahrung erheblich verzögern würde, ist weiterhin unklar.

Baubeginn nicht in den  nächsten zwei Jahren

Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker hemmt jedoch den Optimismus, was einen schnellen Baubeginn anbelangt: „In den nächsten zwei Jahren wird es sicherlich keine Umsetzung geben. Zuerst müssen alle Verfahren ordentlich abgewickelt werden und das kann dauern, auch wenn eine schnelle Umsetzung angestrebt wird.“

Im Jennersdorfer Ortsteil Rax ist das Verkehrsaufkommen geringer als in 32 anderen Gemeinden des Landes, die auch eine Umfahrung fordern. Derzeit laufen wieder Verkehrszählungen. „Die Menschen fordern seit vielen Jahren eine Umfahrung in Rax und Jennersdorf und ich hoffe, dass sie bald kommen wird“, meint Hirczy-Hirtenfelder.