Erstellt am 25. März 2015, 10:38

von Carina Ganster

Uhudler: EU hilft jetzt. Änderung der Marktordnung: Druck auf die EU-Kommission für eine langfristige Lösung um den Erhalt des Uhudlers soll erhöht werden.

Karin Kadenbach, Christian Illedits und Verena Dunst setzen sich für den Erhalt des Uhudlers ein.  |  NOEN, BVZ

Die Aufregung rund um die Rodungsbescheide gegen Uhudler-Winzer hält weiterhin an – BVZ.at hatte bereits zuletzt berichtet:

Während der zuständige Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP) eine neue Studie in Auftrag geben ließ, will die SPÖ in Zusammenarbeit mit der EU-Abgeordneten Karin Kadenbach eine langfristige Absicherung auf EU-Ebene erreichen. Die bestehenden, erlaubten Uhudler-Flächen (rund 50 Hektar) sind nur bis 2030 gesichert.

„Bemühen uns um einen Schulterschluss“

„Ich werde mich einsetzen, dass wir eine neue Regelung bekommen, um ein Aus des Uhudlers ab 2030 verhindern zu können“, sagt Kadenbach im Rahmen einer Pressekonferenz. SPÖ-Klubobmann Christian Illedits, der das Burgenland im EU-Ausschuss der Regionen in Brüssel vertritt, kündigt an, auch über diese EU-Institution alle Mittel zur Absicherung des Uhudlers auszuschöpfen.

„Der Uhudler ist ein Regionalprodukt, das immer beliebter wird. Deshalb bemühen wir uns um einen Schulterschluss - auch auf europäischer Ebene“, erklärt Illedits.

Landesrätin Dunst zeigt sich kämpferisch

Auch Landesrätin Verena Dunst zeigt sich kämpferisch: „Wenn es nach der EU geht, müssten alle Direktträger-Reben verschwinden. Aus unserer Sicht gibt es dafür keine sachliche Rechtfertigung - es ist sogar in einem Gutachten bestätigt, dass vom Uhudler keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Wir lassen uns dieses Stück Identität sicher nicht nehmen“, sagt Dunst.

Der Verein Initiative Kellerviertel Heiligenbrunn hat eine Petition ins Leben gerufen. Über 1.300 Unterschriften wurden bereits gesammelt. Karin Kadenbach hat zugesagt, die Uhudler-Petition auch auf EU-Ebene zu bewerben.

Nähere Details findet man unter www.uhudlerkultur.at.