Erstellt am 16. Dezember 2015, 09:23

von Michael Pekovics

Uhudler: Zwei Wege, ein Ziel. Während Landesrätin Verena Dunst zehn neue legale Sorten präsentiert, stimmt Uhudlerverein einstimmig für Obstwein-Lösung. Für Diskussionsstoff bleibt also gesorgt.

»Uhudlerland«. Ab sofort kann mit der Marke geworben werden, zur Freude von Gilbert Lang, Verena Dunst und Harald Popofsits.  |  NOEN, Pekovics

Kaum eine Woche ohne neue Entwicklungen oder Initiativen in der Uhudler-Causa. Vor wenigen Tagen präsentierte Landesrätin Verena Dunst einige neue Sorten, die laut ihr und den Experten des Bundesamts für Weinbau legal angebaut werden können.

Insgesamt zehn sind es, zur bereits bekannten legalen Delaware kommen zum Beispiel Elvira, Isabella und Othello dazu. Nur für die in der Region häufigste Sorte, die Ripatella, gibt es noch keinen Nachweis, dass sie legal sei, sagt Helmut Gangl vom Bundesamt für Weinbau: „Aber wir suchen weiter.“ Für Dunst ist jetzt „erstmalig Rechtssicherheit gegeben“, die zehn Sorten sollen in die burgenländische Weinbauverordnung aufgenommen werden.

„Uhudler-Land“ als Chance für Region

Darüber hinaus betonte die Landesrätin einmal mehr die große Bedeutung des Uhudlers für die Region – und überreichte den Tourismus-Verantwortlichen symbolisch eine „Uhudler-Land“-Ortstafel – ab sofort kann mit der Marke geworben werden: „Das ist die größte Chance für die Region.“

Am selben Tag ging die Generalversammlung des Vereins der Freunde des Uhudlers über die Bühne. Dort sprachen sich die anwesenden Winzer einstimmig dafür aus, ihren Uhudler künftig als Obstwein zu deklarieren. Mehrere Ansätze – etwa eine Änderung der EU-Verordnung oder eine Erweiterung der burgenländischen Weinbauverordnung mit Vitis vinifera gekreuzten Sorten – wurden verworfen. Jetzt soll gemeinsam mit Bundesminister Andrä Rupprechter das österreichische Weinbaugesetz so geändert werden, dass Sorten, die keiner Vitis vinifera-Kreuzung angehören, als Obstwein gekeltert werden dürfen.

Nun ist also möglich, dass es künftig zwei verschiedene Uhudler gibt. Fix scheint aber auch, dass es das Kultgetränk weiter geben wird – ebenso wie die Diskussionen darüber. Und das kommt den Touristikern wohl gar nicht so unrecht, bleibt man doch so „in aller Munde“.