Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Uneinigkeit über Zuschlag. BREITBANDINTERNET / Laut Landtagsabgeordneten Helmut Sampt (ÖVP) wurde der Zuschlag für den Ausbau bereits an ein Unternehmen vergeben. SPÖ dementiert dies.

VON CARINA GANSTER

REGION / „Die weißen Flecken sollen endlich verschwinden und die Bevölkerung in den südlichsten Gemeinden des Landes mit Breitbandinternet versorgt werden“, zumindest da sind sich die beiden Regierungsparteien ÖVP und SPÖ einig. Uneinigkeit herrscht weiterhin über die Umsetzung des Projektes. In der vergangenen Woche gab VP-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Gemeinde Neuhaus am Klausenbach Helmut Sampt bekannt, dass die Firma T-Mobile Austria GmbH den Zuschlag für die Umsetzung des Breitband-Ausbaus bekommen haben soll. „In der zweiten Regierungssitzung im Herbst wurde der Beschluss gefasst“, erklärt Sampt. „Das stimmt gar nicht, es ist noch nichts fix“, kontern SP-Landesrätin Verena Dunst und Landtagsabgeordneter Wolfgang Sodl. Laut Dunst starten die Verhandlungen zwischen T-Mobile Austria und den Gemeinden erst Anfang des Jahres. Erst dann sucht die Firma T-Mobile mögliche Partner für den Ausbau. Weitere Details zum schnellen Internet für den südlichsten Zipfel des Burgenlandes sind noch nicht bekannt. Im Bezirk Jennersdorf warten vor allem die Gemeinden Neuhaus am Klausenbach, Teile von Minihof Liebau, St. Martin an der Raab, Königsdorf Berg und Dt. Kaltenbrunn Berg auf einen raschen Ausbau des Internets.

Sampt: „Baubeginn soll  noch im Frühjahr sein“

Auch Teile des Bezirks Güssing haben noch keinen Zugang zum Breitbandinternet. Laut VP-Sampt soll noch im Frühjahr mit der Umsetzung begonnen werden, Baubeginn soll im Sommer sein. „Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt, denn damit wird eine langjährige Forderung für die Menschen umgesetzt“, macht sich Sampt seit Beginn seiner Tätigkeit als Abgeordneter für den Internetausbau stark.

Dem Burgenland stehen 700.000 Euro für den Ausbau des Breitbandinternets zur Verfügung, 75 Prozent davon sind EU-Mittel, den Rest teilen sich Bund und Land. Die Kosten für den Ausbau im Süden stehen derzeit noch nicht fest.