Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Ungarn üben Widerstand. MÜLLVERBRENNUNG / Christiane Brunner und die Bürgerinitiative hoffen weiterhin, dass das BEGAS-Projekt verhindert wird.

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HEILIGENKREUZ, UNGARN / Vergangene Woche war eine Delegation des ungarischen Umweltausschusses bei einem Treffen mit dem österreichischen Umweltausschuss im Parlament in Wien. Sowohl die ungarische Delegation als auch der anwesende Botschafter machten deutlich, dass der Widerstand Ungarns gegen die geplante Reststoffverwertungsanlage ungebrochen ist. „Angebote wie allfällige Wärmenutzung in Ungarn wurden ganz klar abgelehnt. Von allen Seiten wurde betont: „Der einzige Nutzen für Ungarn ist der Stopp dieses Projektes“, sagt Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner.

Der Widerstand aus Ungarn scheint also weiterhin ungebrochen, obwohl das Projekt auf Schiene ist. „Ich freue mich, dass dieser Widerstand aus Ungarn ungebrochen ist. Das hilft uns, den Bürgerinitiativen und den Betroffenen vor Ort, bei der Verhinderung dieses unsinnigen Projektes“, sagt die Umweltsprecherin der Grünen Christiane Brunner. Anders als bei der BEGAS steht für die Gegner weiter fest, dass Österreich zu wenig Müll für bereits bestehende Anlagen hat. Insgesamt sind drei Beschwerden mit acht Beteiligten sind beim Verwaltungsgerichtshof gegen den positiven Bescheid des Umweltsenates eingegangen. Eine davon stammt von der Bürgerinitiative. Die Gegner nutzen alle Mittel, um das Projekt zu verzögern. Die BEGAS ist über ein weiteres Verfahren nicht verwundert. Die Verantwortlichen haben damit gerechnet, dass die Gegner alle Mittel ausschöpfen. Man sehe einem weiteren Verfahren gelassen entgegen, hieß es seitens der BEGAS, immerhin habe man bereits zwei positive Bescheide für die geplante Reststoffverwertungsanlage bekommen.

Bis zum nächsten Bescheid kann es allerdings noch rund zwei Jahre dauern.