Erstellt am 10. August 2011, 08:13

Unterschriften sollen helfen. VERKEHR / Die FPÖ Güssing startet eine Unterschriftenaktion, die auf die schlechten Verkehrsanbindungen im Südburgenland aufmerksam machen soll.

 |  NOEN
x  |  NOEN

BEZIRK / Als Zumutung bezeichnet FP-Geschäftsführerin Christina Weidinger die Verkehrsanbindung für die Pendler des Bezirks Güssing. Wir starten eine bezirksweite Unterschriftenaktion, welche auf die Verkehrsproblematik der Pendler aufmerksam machen soll, so Weidinger. Sie kritisiert die Investitionen in den Schienenverkehr im Nordburgenland: Bis 2014 werden dort 14 Millionen Euro allein in die Bahnstrecke Seewinkel-Wien gesteckt. Nachdem die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg eingestellt wurde, ist Oberwart nach Güssing der nächste Bezirk, der über keinen Bahnanschluss in die Bundeshauptstadt verfügt. Der Ärger ist groß. Unser Bezirk verfügt über keinen Bahnhof und keine rasche Autobahnanbindung. Pendler müssen lange Autofahrten in Kauf nehmen, welche Nerven und Geldbörserl strapazieren, ärgert sich auch der Verkehrssprecher der Güssinger FPÖ, Helfried Reichl. Die Unterschriftenaktion wird laut FPÖ Güssing bis zu den Gemeinderatswahlen 2012 durchgeführt und im Anschluss dem zuständigen Landesrat übergeben. Walter Temmel ist ebenfalls stets im Einsatz für mehr öffentlichen Verkehr im Bezirk: Mir ist jedes Mittel recht, das unsere Region stärkt. Ich fordere konkrete Daten vom zuständigen Verkehrsreferenten Landeshauptmann Hans Niessl, der endlich etwas für uns machen muss. Die Förderungen von 20.000 Euro für die Finanzierung eines Gemeindebusses für fünf Gemeinden, sei zu wenig. Ob Temmel die Petition unterschreiben wird, ist unklar. Wenn es einen sachpolitischen Bezug gibt, werde ich unterschreiben. Mir ist wichtig, das etwas passiert.

Landesrätin Verena Dunst zur FPÖ-Aktion: Seitens der SPÖ werden viele Maßnahmen gesetzt, um ein bestmögliches Mobilitätskonzept für das Südburgenland zu garantieren. Wir arbeiten, um die bestmöglichste und nachhaltigste Lösung zu finden. Ob sie die Petition unterschreiben wird, wollte sie nicht kommentieren.

Christina Weidinger möchte auf die Verkehrssituation aufmerksam machen.