Erstellt am 16. April 2013, 12:42

Verband friert die Förderungen ein. Der BFV-Vorstand beschloss, dass der SV Güssing derzeit keine Förderung für den Nachwuchs erhält.

Vertrag läuft seit einem Jahr. Güssings Obmann Martin Muik (r.) bei der Unterzeichnung von »Sturmmemory (im Bild links Projektleiter Jens Mengeler). Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Von Daniel Fenz

Die Geschichte begann mit der Kooperation des SV Güssing mit „Sturmmemory“ im Oktober 2012. Damals hatte sich der Verein zur Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs-Projekt von Bundesligist Sturm Graz entschlossen. Entsprechend verstimmt reagierte man auf Seiten des Burgenländischen Fußballverbands.

Nachdem der SV Güssing dem BFV den Kooperationsvertrag zur Einsicht vorlegt hatte, kam der Vorstand zum Entschluss, „dass hier Talente dem burgenländischen Ausbildungsweg entzogen werden könnten“, bestätigte auch Geschäftsstellenleiter Simon Knöbl.

Prüfung war Anlass für die Entscheidung

Einstimmig entschied der Vorstand schließlich, „dass die einbehaltenen Nachwuchsfördergelder nicht an den SV Güssing ausbezahlt werden.“ Außerdem wurde eine Regelung für die weitere Ausschüttung der Nachwuchsförderung abgesegnet: „Vereine, die eine Kooperation mit einer Akademie beziehungsweise einem Verein eines anderen Landesverbandes ohne Zustimmung des BFV eingehen, bekommen keine Nachwuchsförderung ausbezahlt.“

Und weiter: Der Verband betreibe mit FTT, LAZ und Akademie einen Ausbildungsweg für den Spitzenfußball im Land Burgenland. Durch die Kooperation entziehe der Verein die Talente dieser Ausbildungsschiene, was durch den BFV nicht unterstützt werden könne.

Knöbl stellte klar: „Es geht nicht um Strafen, sondern, dass wir den burgenländischen Fußball unterstützen. Das Thema ist nicht die Kooperation, sondern dass wir selbst eine breite Nachwuchsförderung aufgestellt haben, um Talente zu halten. Wir haben uns aber sehr wohl ‚Sturmmemory‘ angesehen und werden Gespräche mit den Verantwortlichen aufnehmen.“ Güssings Obmann Martin Muik reagierte gelassen: „Wir können gegen diese Entscheidung nichts machen, nur nochmals unsere Stellungnahme beim BFV abgeben. Es wird nächste Woche eine Vorstandssitzung geben. Da entscheiden wir, ob die Kooperation aufrecht bleibt.“

Muik selbst ist sich längst einig: „Wir bekommen vom Verband für sieben Nachwuchs-Teams 1100 Euro Förderung. Das geht sich sowieso nie aus. Da verzichten wir lieber auf dieses Geld und bleiben bei Sturm Graz.“