Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

Vergleich mit Bank wurde erzielt. Devisenoptionsgeschäfte / Der Abwasserverband Unteres Lafnitztal einigte sich mit der Bank Austria. Angeblich gibt es „keinen Verlust“.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Die Bank Austria und der Abwasserverband Unteres Lafnitztal haben in Verhandlungen einen Vergleich erzielt. Wie die BVZ bereits berichtete, verlor der Verband mit Devisenoptionsgeschäften 360.000 Euro. Nach dem Vergleichsangebot der Bank Austria aber „entsteht dem Verband so gut wie kein Schaden“, wie Geschäftsführer Anton Györy sagt. Viel mehr war aber sowohl ihm als auch seinem Obmann Peter Gortan nicht zu entlocken: „Der Vergleich beinhaltet eine Art Stillschweigeabkommen, wir dürfen nichts sagen“, betont Gortan. „Der Ausgang bestätigt aber die Meinung, dass wir von der Bank nicht richtig beraten wurden.“ „Im Endeffekt sei man jetzt sogar besser ausgestiegen als erwartet“, sagt Györy. Seitens der Bank Austria gibt es keine Stellungnahme, die Bank beruft sich auf das Bankgeheimnis.

Abseits der offiziellen Quellen sickerten aber Informationen durch. Die 170.000 Aktien, die der Abwasserverband Unteres Lafnitztal damals gekauft hatte, sollen um 15 Euro pro Stück verkauft worden sein, sagt ein Insider. Das wären rund 2,5 Millionen Euro, die dem Verband zugefallen sind. Dieses Geld ist aber kein Gewinn für den Verband. „Mit dem Geld, dass wir zurückbekommen haben, mussten wir Darlehen begleichen, die wir aufnehmen mussten, weil die Aktien viele Jahre im Keller waren und wir weiter investieren mussten“, sagt Györy.

Der Ausstieg aus den Aktiengeschäften wurde vom Vorstand des Abwasserverbandes einstimmig beschlossen.