Güssing

Erstellt am 28. September 2016, 04:57

von Michael Pekovics

ökotrip als Erfolgsmodell. Mobilitätsprojekt hat österreichweit die beste Auslastung: Fahrgastaufkommen steigerte sich um ein Drittel, Besetzungsgrad ist mit 3,2 Personen pro Fahrt überdurchschnittlich.

Zufrieden. Lorenz Fabsits, Walter Temmel, Anita Kurta, Christian Garger und Martin Malits (v.l.) ziehen positive Bilanz.  |  BVZ

Im April 2014 wurde das Mobilitätsprojekt „ÖKOTrip/Mein Güssing Taxi“ gestartet. Die Bilanz für das „maßgeschneiderte Anrufsammeltaxi“ für das Untere Pinka- und Stremtal und Güssing wurde bei der jüngsten Vorstandssitzung präsentiert – mit einer Steigerung von 35 Prozent und einem Besetzungsgrad von 3,2 Personen pro Fahrt liegt „ÖKOTrip/ Mein Güssing Taxi“ bei den Beförderungszahlen österreichweit an vorderster Front.

Allein in Güssing nutzen pro Tag circa zehn Personen das „Mein Güssing Taxi“, in Summe sind das rund 300 pro Monat. Aber auch die Linie ÖKOTrip 1 (Bildein - Eberau - Gaas - Moschendorf - Strem - Güssing) weist mit rund 100 Personen pro Monat eine steigende Tendenz auf.

Das Erfolgsgeheimnis heißt „03322/ 444050“

Etwas weniger gut läuft es hingegen auf der Linie 2 (St. Kathrein - Höll - Dt. Schützen - Eisenberg - Kohfidisch), das Angebot wird kaum in Anspruch genommen. Die Linie 3 wiederum (Kroatisch Ehrensdorf - Dt. Ehrensdorf - Steinfurt - Strem - Güssing) befördert pro Monat immerhin noch 50 Personen.

„Wichtig ist mir, dass die Menschen leistbar und verlässlich zu ihrem gewünschten Ziel kommen. Die Hausabholungen bürgen für eine besondere Qualität“, betont Verbandsobmann Walter Temmel (ÖVP).

Für „Mobiles Burgenland“-Obmann Patrick Poten ist die zentrale Rufnummer (Anmerkung: 03322/ 44050) das Geheimnis des Erfolgs: „Unser Konzept mit einer einheitlichen Nummer kostet natürlich mehr Geld, rechnet sich unter dem Strich aber. Ähnliche Projekte in Niederösterreich mussten schon schließen, wir rechnen damit, dass wir schon bald einen Besetzungsgrad von vier Personen pro Fahrt erreichen werden.“