Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Viel Ärger wegen Straße. PETITION / Eberau will eine Straße an das Land Burgenland abgeben, da sie zu 99 Prozent von Nicht-Eberauern benutzt wird.

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VON SARAH WAGNER
EBERAU / Der Gemeinderat hat im Dezember 2010 einstimmig eine Resolution zur Übernahme des Kommassierungsweges zwischen Gaas und Szentpeterfa in das Eigentum des Landes beschlossen. Ende Feber ging die Resolution an die Landesregierung und an SPÖ, ÖVP, FPÖ und die Grünen.

„Die Straße ist in einem so schlechten Zustand, dass Gefahr in Verzug ist. Sie muss saniert werden. 2008 hatte der Pfarrer aus Szentpeterfa auf dieser Straße einen Verkehrsunfall“, erklärt Bürgermeister Walter Strobl. Er argumentiert folgendermaßen: „Nur zu rund einem Prozent wird die Straße von Bürgern der Großgemeinde Eberau verwendet. Die Straße ist aber sehr frequentiert, da sie eine Abkürzung von Ungarn in Richtung Süden darstellt.“ Auf ungarische Seite ist die Straße bis zur Staatsgrenze ausgebaut und asphaltiert. „Daher ist die Straße bei ungarischen Bürgern sehr beliebt“, so Strobl. Nun wartet man auf eine Entscheidung vom Land.

Land nahm bereits  Lokalaugenschein vor

Johann Godowitsch, Abteilungsvorstand der Abteilung 8, weiß Bescheid: „Mitarbeiter unserer Fachabteilung waren vor Ort und haben eine Erhebung über den finanziellen Aufwand der Sanierung sowie die Erhaltungskosten durchgeführt. Die Vorerhebungsmaßnahmen werden an den Landtag übermittelt, der die Entscheidung trifft.“ Er merkte jedoch an, dass in der Vergangenheit nur sehr wenige Straßen in das Landesstraßennetz aufgenommen wurden.

Seitens der Gemeinde wird eine Sperre der Straße angestrebt. „Wir haben die Bezirkshauptmannschaft bereits vor vier Monaten kontaktiert, um die Straße sperren lassen“, ist Strobl verärgert. Bezirkshauptmann Johann Grandits erklärt: „Das Ganze ist problematisch, da es sich um eine internationale Angelegenheit handelt. Wir brauchen ein Gutachten, um Maßnahmen zu setzen und ein Gutachten dauert eben. Auch die Gemeinde als Straßenerhalter ist gefragt. Auch sie kann mit einem Gutachten Maßnahmen wie ein Fahrverbot setzen.“