Erstellt am 09. April 2014, 11:14

von Carina Ganster

Viele sind ohne Job. Statistik / Der Bezirk Jennersdorf hat mit steigenden Zahlen zu kämpfen. Vor allem über 50-jährige haben es bei der Jobsuche schwer.

Harald Braun, Geschäftsstellenleiter AMS Jennersdorf. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Der Arbeitsmarkt hat einen deutlichen Zuwachs an vorgemerkten Arbeitslosen zu verzeichnen (+ 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Auffallend ist, dass fast durchgehend bei allen Personengruppen Frauen deutlich stärker davon betroffen waren als Männer.

Arbeitsmöglichkeiten in Baubranche

„Während der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Personen im Alter von 25 bis 49 Jahre noch halbwegs im Rahmen ist, ist die Steigerung bei der Gruppe der älteren Personen besorgniserregend“, sagt AMS-Jennersdorf-Chef Harald Braun. Interessant dabei ist auch, dass die Steigerung beide Geschlechter ähnlich stark trifft (Frauen + 20 Personen, Männer + 22 Personen).

„Im Bausektor wird es sicher noch zu einigen Arbeitsaufnahmen kommen, sodass die Arbeitslosigkeit bei den Männern noch deutlich abnehmen sollte. Jedoch ist aber auch schon klar ersichtlich, dass vor allem Arbeitsplätze für Frauen Mangelware sind“, meint Braun.

„Oftmals stößt auch das AMS an seine Grenzen“

Im Vergleich zum Vorjahr sind derzeit im Durchschnitt 29 offene Stellen beim AMS Jennersdorf ausgeschrieben, dies ist eine Steigerung um sieben offene Stellen (+ 33 Prozent).

„Bei diesen Stellen ist erkennbar, dass aufgrund der Anforderungen eher Männer davon angesprochen werden. Natürlich ist es für Frauen durch die Rahmenbedingungen und die wirtschaftlichen Gegebenheiten extrem schwierig, eine Integration in den Arbeitsmarkt zu schaffen“, meint Braun. Vielfach wird dies durch entsprechende Aus- beziehungsweise Weiterbildungen ermöglicht.

„Leider ist es oftmals aber nicht so einfach, die genau richtige Ausbildung zu wählen, um wieder Fuß fassen zu können. Es gibt zwar ein sehr umfangreiches Förderprogramm, doch oftmals stößt dabei auch das AMS an seine Grenzen. Zu hoffen ist, dass es im Südburgenland und der Steiermark bald wieder wirtschaftlich bergauf geht und damit verbunden auch die dringend benötigten Arbeitsplätze geschaffen werden“, erklärt Harald Braun.