Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Volksanwaltschaft prüft. VERFAHREN / Der Behörde wird vorgeworfen, die Asylwerber nicht zu unterstützen. Ein Prüfverfahren wurde nun eingeleitet.

Seit 2007 ist Terezija Stoisits Volksanwältin.  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

DEUTSCH TSCHANTSCHENDORF / In der Gemeinde Tobaj, Ortsteil Deutsch Tschantschendorf, sind in einem Gasthaus Asylwerber untergebracht. Immer wieder gibt es engagierte Bürger, die sich um die „Fremden“ kümmern und ihnen helfen möchten. Doch seitens der Bevölkerung kommt nun der Vorwurf, dass die Unterstützung seitens des Landes Burgenland fehlt. Die Volksanwaltschaft wurde verständigt. Volksanwältin Terezija Stoisits beschäftigt sich nun mit dem Fall: „Uns wurde geschildert, dass die Asylwerber immer wieder in ihren Vorhaben behindert werden.

Der Vorwurf gegen das Amt der burgenländischen Landesregierung ist, dass die Behörde die Hilfestellung der Bevölkerung nicht fördert, sondern vielmehr unterbindet.“ Die gebürtige Stinatzerin nennt ein Beispiel: „In Güssing wurde ein Deutschkurs organisiert, eine Busfahrt kostet rund 2,40 Euro. Die Asylwerber erhalten 40 Euro Taschengeld, wenn sie das Fahrgeld selbst zahlen müssen, würde ihnen nichts bleiben, sie hätten überhaupt kein Geld. Seitens des Landes wurde ihnen das Fahrgeld aber nicht bezahlt – nur ein Beispiel von vielen.“ Vor wenigen Tagen hat die Volksanwaltschaft ein Prüfverfahren gegen die Behörde eingeleitet. Der Zuständige in Eisenstadt wurde über die Prüfung noch nicht informiert: „Wir wissen noch nichts.“