Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Vorwürfe gegen Ortschef Grandits. BESCHULDIGUNGEN / Die SPÖ wirft dem Bürgermeister Untätigkeit vor, Andreas Grandits sieht darin einen Boykott und will die Vorwürfe nicht allzu ernst nehmen.

STINATZ / In den Ortsnachrichten der SPÖ Stinatz werden dem ÖVP-Bürgermeister Andreas Grandits schwere Vorwürfe gemacht. Durch krankheitsbedingte Ausfälle von Gemeindebediensteten hätte eine Aushilfskrafts gefunden werden sollen. Rechtlich ist es so vorgesehen, dass der Bürgermeister eine Vertretung auf ein halbes Jahr selbst bestelltn kann. So heißt es in den Ortsnachrichten: „Er (Grandits)  kündigte groß an, dass er kraft seines Amtes ab 1. Feber zumindest für 3 Monate eine Aushilfskraft aufnehmen wird. Was ist bisher diesbezüglich passiert? Wie in vielen anderen Angelegenheiten nichts.“

Bürgermeister Grandits fühlt sich ungerecht behandelt und kontert: „Ich habe deshalb noch keine Aushilfe aufgenommen, weil niemand im Gemeindeamt gewesen ist, der die Einschulung hätte machen können. Es waren alle krank, der Amtmann, Sekretär, ein Gemeindearbeiter und auch eine Reinigungskraft. Was hätte ich tun sollen, wenn niemand im Gemeindeamt ist?“

Bürgermeister händigte  keine Schlüssel an Vize aus

Weiters kritisiert die SPÖ in den Ortsnachrichten, dass der Bürgermeister „… dem Vizebürgermeister für die Zeit von 21. bis 27. März (Anmerkung: Grandits befand sich in dieser Zeit mit Schülern auf Projektreise) mit der Vertretung betraut, ihm jedoch keinen Schlüssel zum Gemeindeamt ausgefolgt hat . Stattdessen geht ein ÖVP-Gemeindevorstand im Gemeindeamt ein und aus und spielt ,Bürgermeister‘.“ Ortschef Grandits versteht diese Kritik nicht: „Ich habe den Vizebürgermeister beauftragt mich zu vertreten und ihn gebeten, den Schlüssel seiner Tochter, die als Reinigungskraft im Gemeindeamt tätig ist, zu verwenden. Der ÖVP-Gemeindevorstand hat mich in meinen Sprechstunden vertreten, deshalb habe ich ihm meinen Schlüssel gegeben. Der Vize hätte jederzeit ins Gemeindeamt reingehen können.“

Ein weiterer Vorwurf der SPÖ: „Warum setzt der Bürgermeister eine von der SPÖ verlangte Gemeinderatssitzung so an, dass er an dieser nicht selbst teilnehmen kann? Außerdem setzt er diese Sitzung zu einem Termin an, an welchem die SPÖ eine Veranstaltung (Schnapsen) hat.“ Grandits kontert: „Die Gemeinderatssitzung wurde nicht von mir angesetzt, sondern von der SPÖ gefordert. Aufgrund des Fristenlaufs hat sich dieser Termin ergeben. Ich habe die Sitzung dann extra schon früher um 18.30 Uhr angesetzt, sodass die Gemeinderäte zum Schnapsen gehen können, da es ohnehin nur einen Tagesordnungspunkt gab. Der Termin für die Schul-Projektwoche wurde bereits vor einem halben Jahr festgelegt.“ Peter Grandits von der SPÖ darauf: „Die Sitzung hätte aber auch schon am 26. oder 27. März abgehalten werden können. Der Bürgermeister hat den Termin festgelegt, ohne mit jemandem darüber zu sprechen.“