Erstellt am 29. Juni 2011, 00:00

Wald bringt 53 Millionen. NATUR / Auch wenn die Kleinbesitzstruktur im Süden ein Nachteil ist, werden mit dem Wald 53 Millionen Euro erwirtschaftet.

Andreas Liegenfeld, Hubert Iby und Walter Temmel präsentierten einen vorbildlichen Wald in Gerersdorf. S. WAGNER  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER
GERERSDORF / Das Jahr 2011 wurde von der UNO zum internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. So besuchten Landesrat Andreas Liegenfeld und Hubert Iby vom Referat Forsttechnik einen Urberialwald in Gerersdorf. „Der burgenländische Wald ist in Ordnung“, betonten beide.

„Wir wollen den Wald bestmöglich nutzen und seine Funktionen wie den Schutz von Boden und Wasser, Erhaltung der Artenvielfalt, Schutz gegen Naturgewalten und Erholungsraum nachhaltig sichern“, berichtet Liegenfeld. Rund zwölf Millionen Euro werden für Maßnahmen zur Verbesserung des Waldes budgetiert. „Damit wird auch das Abgehen von den Fichten-Monokulturen hin zu Mischwäldern gefördert“, so der Landesrat.

Ein Nachteil der burgenländischen Wälder sind die Besitzverhältnisse und das vor allem im südlichen Burgenland, wo es viele Kleinstwaldbesitze mit sehr ungünstigen Grundstücksformen gibt. „Im gesamten Burgenland gibt es rund 193.000 Waldgrundstücke mit einer Durchschnittsgröße von nur 6.000 Quadratmetern“, erklärt Iby. Ein Drittel des Burgenlandes sind Waldflächen. „Jährlich kommen rund 400 Fußballfelder hinzu“, weiß Iby.

Mit den burgenländischen Wäldern werden jährlich rund 53 Millionen Euro erwirtschaftet. Den Borkenkäfer hat man laut Forsttechniker im Griff. „Wenn es viel regnet, fliegen die Borkenkäfer nicht“, erklärt Iby.