Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Wasser mit System. Neues System / Die Wassergenossenschaft Tobaj hat sich aufgelöst. Die Gemeinde hat neues Wasser-Trennsystem eingeführt.

Von Carina Ganster

TOBAJ / Der Wasserverband Unteres Lafnitztal hat seit September ein Mitglied mehr, nämlich die Gemeinde Tobaj und die Gemeinde Tobaj dafür um eine Wassergenossenschaft weniger, diese hat sich nämlich aufgelöst.

„Die 59 Haushalte, die an die Wassergenossenschaft angeschlossen waren, hatten immer wieder Probleme mit der Qualität des Wassers, zudem hat die Gemeinde seit der Einführung eines Trennsystems ohnehin bessere Möglichkeiten“, erklärt Bürgermeister Manfred Kertelics.

Wechsel zum Verband brachte auch Nachteile

Für die Mitglieder der Wassergenossenschaft haben sich seit dem Wechsel zum Wasserverband nicht nur Vorteile ergeben. Zum Beispiel ist der Wasserpreis pro Kubikmeter teurer geworden.

„Das ist aber nur ein minimaler Betrag, dafür müssen sie keine Reparaturkosten für lecke Wasserleitungen bezahlen“, sagt Ortschef Kertelics. Im Ortsteil Dt. Tschantschendorf-Bergen gibt es allerdings noch eine Wassergenossenschaft.

Trennsystem leitet Wasser separat ab

Besonders stolz ist der Bürgermeister auf das neue Trennsystem, das im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt gelegt wurde. „Beim Trennsystem, wird das Schmutzwasser und das Regenwasser jeweils in einem eigenen Kanal abgeleitet. Das Schmutzwasser wird zur Kläranlage geleitet, das unverschmutzte Regenwasser wird — oft nach einer Zwischenspeicherung — in das nächste Gewässer eingeleitet oder versickert“, erklärt Kertelics das neue System.

Das Trennsystem hat laut Bürgermeister Manfred Kertelics den Vorteil, Kläranlagen von großen Regenwassermengen zu entlasten, womit sie kostengünstiger nur für die Aufbereitung des vergleichsweise geringer und konstanter anfallenden Schmutzwassers ausgelegt werden können. „Bei der Erschließung von Neubaugebieten sind geringere Investitionen für die Erweiterung oder den Neubau von Kläranlagen notwendig“, erkärt der Ortschef.