Erstellt am 13. September 2017, 05:30

von Carina Fenz

Rekord-Jahrgang für Uhudler. Uhudler-Winzer erwarten heuer überdurchschnittlichen Jahrgang — sowohl in der Qualität als auch in der Menge der Trauben.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Der richtige Zeitpunkt für die Weinlese ist mitentscheidend für die Qualität. Das wissen die Winzer, die nach dem heißen Sommer bereits mit der Weinlese der Uhudlertrauben begonnen haben. Und nach wenigen Tagen zeigt sich eines: „Wir erwarten, abgesehen von einer sehr guten Qualität, heuer endlich einmal ein überdurchschnittliches Jahr, was die Menge des Weins betrifft“, freut sich Josef Pfeiffer, Obmann-Stellvertreter des Uhudlervereins, der im vergangenen Jahr in seinen Weingärten in Eltendorf rund 80 Prozent Ernteausfall hinnehmen musste.

Ähnlich erfreut zeigt sich auch Harald Kaiser, Obmann des Uhudlervereins und Winzer in Heiligenbrunn. „Wir beginnen zwar erst in der kommenden Woche mit der Hauptlese, aber durch die viele Sonne ist die Qualität der Trauben heuer einzigartig. Trotz einiger Unwetter sind fast alle Reben unbeschadet“, erklärt Kaiser.

Rebfläche wurde im Vorjahr vergrößert

Im Südburgenland wird auf rund 70 Hektar Uhudler angebaut, wovon 16 Hektar Rebfläche erst im vergangenen Jahr dazugekommen sind. „Zusätzlich darf man die Hecken und Lauben nicht vernachlässigen. Der Anteil an Trauben ist dort relativ groß“, weiß Weinidylle-Obmann Thomas Schreiner.

Dass die heuer überdurchschnittliche Menge nur mit den Neuauspflanzungen zu tun hat, will er nicht bestätigen: „Man muss davon ausgehen, dass zwei Drittel davon heuer noch keinen Ertrag bringen und außerdem sind die Auswirkungen der Hagelschäden aus dem Vorjahr noch zu spüren“, so Schreiner, der davon ausgeht, dass heuer rund 450.000 Flaschen abgefüllt werden. „Eine Steigerung wird vor allem beim Uhudler-Frizzante spürbar sein, dieser wird nämlich immer beliebter.“

Preislich soll es für den Uhudler nicht nach oben gehen, „der Durchschnittspreis für eine Flasche Uhudler bleibt bei sechs Euro“, so Kaiser.