Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Weiter Streit um Wasser. Wasserstreit / Weil der zuständige Richter suspendiert wurde, liegt die Gerichtsverhandlung wieder auf Eis. Die Gemeinden Mühlgraben und Neuhaus warten auf einen neuen Termin.

Von Carina Ganster

BEZIRK / Der Wasserstreit zwischen Mühlgraben und Neuhaus am Klausenbach nimmt kein Ende. Wie die BVZ bereits berichtete, streiten sich die beiden Gemeinden um ausstehende Wassergebühren in der Höhe von rund 40.000 Euro. Weil sich die beiden Ortschaften nicht außergerichtlich einigen konnten, klagte die Gemeinde Neuhaus den offenen Betrag ein. Eine angesetzte Verhandlung musste nun aber verschoben werden. Der Grund: Der zuständige Richter sei laut den beiden Bürgermeistern suspendiert worden. „Uns wurde mitgeteilt, dass wir einen neuen Richter bekommen. Der muss sich wieder in die Materie einarbeiten und das kann bekanntlich dauern“, erklärt Mühlgrabens Bürgermeister Reinhard Knaus (SPÖ), der sich nach wie vor eine außergerichtliche Einigung vorstellen kann, der Gemeinde Neuhaus aber vorwirft, nicht verhandlungswillig zu sein.

Sampt: „Können keine Rücklagen bilden“ 

„Stimmt gar nicht“, kontert Neuhaus‘ Bürgermeister Helmut Sampt (ÖVP). „Wir haben der Gemeinde schon alles Mögliche angeboten. Auch in der vergangenen Woche haben wir im Gemeinderat wieder diskutiert. Das Problem ist, uns fehlt das Geld. Immerhin geht es um 40.000 Euro oder vielleicht auch mehr. Wir sollten in der Wasserversorgungsanlage Neuhaus (WVA) Rücklagen bilden, können das aber nicht, weil Mühlgraben einfach keine Wassergebühr zahlt und das schon seit mehr als sieben Jahren“, erklärt Sampt.

Laut Knaus hat die WVA Neuhaus der Gemeinde Mühlgraben viel zu hohe Kosten verrechnet. „Wir müssen höhere Gebühren zahlen, als die anderen Wasserabnehmer. Das kann einfach nicht sein. Wir wollten weiterhin den Wasseranbieter wechseln und werden daran auch festhalten. Vor einer Gerichtsverhandlung haben wir auch keine Angst“, meint Knaus. Sampt kontert: „Der Abgang ist von der WVA Neuhaus je nach Aufteilungsschlüssel zu tragen. So wird verrechnet und nicht anders.“

Einig hingegen sind sich die beiden Ortschefs nur darin, dass es so bald als möglich einen neuen Verhandlungstermin geben muss, damit der Streit endlich ein Ende hat.