Erstellt am 24. September 2013, 13:11

Wibag haftet, Gelder fließen. Förderungen / Antrag auf teilweise Haftungsübernahme durch die Wibag im Strategieforum beschlossen. EEE, Güssing Energy Technologies (GET) und Biomasse Inzenhof erhalten Gelder.

»Damit ist das EEE nachhaltig abgesichert«, freuen sich Bürgermeister Vinzenz Knor, Landesrätin Verena Dunst und Joachim Hacker.  |  NOEN
Von Michael Pekovics

GÜSSING / „Na endlich ist das Güssinger Embargo beendet“, so der launige Kommentar eines Insiders als bekannt wurde, dass die Wibag einen Teil der Haftungen übernimmt, womit Förderungen für anstehende EU-Projekte ausgelöst werden können. Das gaben Landesrätin Verena Dunst und Stadtchef Vinzenz Knor (beide SPÖ) in einer Aussendung bekannt.

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„Der Standort Güssing wird im Bereich der Erneuerbaren Energie zu 100 Prozent unterstützt. Jetzt kann in aller Ruhe an den Projekten gearbeitet werden“, bekräftigen Dunst und Knor. „Das ist wichtig, weil die Diskussionen rund um das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie (kurz: EEE) in den vergangenen Wochen aus dem Ruder gelaufen sind. Jetzt ist das EEE nachhaltig abgesichert.“

Wibag übernimmt Teil der Haftungen

EEE-Geschäftsführer Reinhard Koch reagierte jedenfalls erfreut, als ihn die BVZ darüber informierte, dass die Wibag einen Teil der Haftungen übernehmen wird – bis zu diesem Zeitpunkt wusste er davon nämlich nichts: „Wenn das so ist, ist es natürlich super. Unsere Auftragsbücher sind bis Ende 2014 voll. Aber das sind zum Großteil EU-Projekte, wo die Fördermittel erst nach der Abrechnung fließen – für diese Übergangsphase wollten die Banken die Haftungen nicht zur Gänze übernehmen.“ Neben dem EEE gibt es auch Förderzusagen für GET (Entwicklung einer Adsorptionskältemaschine/-wärmepumpe) und die Gemeinde Inzenhof, die eine Errichtung einer Biomasseheizzentrale zur Versorgung des Ortsgebiets plant (58.100 Euro).

Für Vizebürgermeisterin Helga Maikisch (ÖVP) ist die aktuelle Entwicklung „erfreulich, aber es ist schon auffallend, dass diese schon länger anstehenden Probleme jetzt plötzlich eine Woche vor den Wahlen gelöst werden“. Maikisch erinnert daran, dass „Landesvize Franz Steindl sich immer für Güssing stark gemacht hat“.

Eine Lösung könnte es in dieser Woche auch für das in den Konkurs geschlitterte Biomassekraftwerk geben: Noch in dieser Woche sollen die Mittel für die angebotene Quote von 30 Prozent hinterlegt werden.