Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Wildschweine sind zurück. Verwüstung / In Güttenbach hat die Wildschweinplage wieder Einzug gehalten. Rund zehn Gärten wurden von den Tieren verwüstet. Gemeinde wartet ab und hofft auf Besserung.

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Von Carina Ganster

GÜTTENBACH / Rund zehn Familien hatten in der Gemeinde vergangenen Woche unliebsamen Besuch. Nachdem Wildschweine bereits vor rund vier Jahren den örtlichen Sportplatz verwüstet haben, sind die „sus scrofa“ (lateinisch: Wildschweine) wieder in die Ortschaft zurückgekehrt. Diesmal haben die Wildschweine Gärten besucht und die eine oder andere Spur der Verwüstung gezogen. Auch dem Garten von Bürgermeister Leo Radakovits statteten die Schweine einen Besuch ab. Während den Wildschweinen in Wien schwierige Zeiten bevorstehen, weil die Stadt die Jagd auf sie   verstärkt, sieht man in Güttenbach noch kein großes Problem.

„Die Gärten, in denen die Wildschweine eingedrungen sind, waren alle nicht eingezäunt. So viel Schaden, wie vor vier Jahren am Sportplatz haben die Schweine zwar nicht angerichtet, aber es war trotzdem genug. Die Schäden gehören natürlich repariert“, erklärt der Ortschef. Trotzdem will man das Wildscheinproblem in Güttenbach nicht aktiv bekämpfen. Die Taktik lautet eher abwarten. „Wir können die Wildschweine in der Ortschaft natürlich nicht zum Abschuss freigeben. Wahrscheinlich waren das nur ein paar Wildschweine, die sich verirrt haben, von einer Plage kann man nicht sprechen, das wäre überzogen“, sagt der Ortschef. Laut ihm ist auch nicht geplant, die schweinische Population zu reduzieren –  etwa durch eine Aufstockung des Jagdpersonals. „Die werden schon bald wieder verschwinden“, ist Radakovits überzeugt.

Das Wildschwein gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine aus der Ordnung der Paarhufer. Sie sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig. Jährlich werden in Österreich rund 30.000 Tiere getötet.

Wildschweine. Rund zehn Gärten wurden in Güttenbach verwüstet.