Erstellt am 21. Januar 2015, 05:14

von Carina Ganster

Illegal: Wilderer unterwegs. Auf Hochtouren laufen die Ermittlungen im Fall eines Wilderers im Bezirk Jennersdorf. Jagdpächter entdeckte illegal erlegtes Reh in seinem Revier.

Kein Kavaliersdelikt. Immer wieder treiben Wilderer im Bezirk Jennersdorf ihr Unwesen. Erwischt wurde bisher noch keiner. Foto: Zorandim  |  NOEN, Zorandim
Ein unbekannter Wilderer hat am Dienstag der Vorwoche ein Reh erlegt. Die Tat ereignete sich in einem Waldstück in Windisch Minihof.

Projektil wurde keines gefunden

Der 51-jährige Jagdpächter erstattete Anzeige, dass im Ried „Dorset“ ein totes Reh aufgefunden wurde. Mithilfe eines befreundeten Jägers wurde das Wild aufgebrochen, es lag auf keinen Fall länger als sechs Stunden am Fundort. Dabei wurde ein Schusskanal im Bereich der linken Schulter festgestellt.

Um welche Waffe es sich handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Projektil wurde vorerst keines gefunden. Hinweise auf den Täter liegen derzeit nicht vor.

Schuss kam nicht von Jagdgewehr

Dass die Waffe aber keine Jagdwaffe ist, bestätigt Bezirksjägermeister Reinhard Knaus. „Aufgrund des Schusskanals wurde angeblich ein acht Millimeter-Kaliber verwendet, was keine typische Jagdmunition ist“, erklärt Knaus.

Dass es sich, wie in einer Tageszeitung berichtet, bei dem Kaliber um Kriegsmunition handelt, wollte Knaus nicht bestätigen. Derzeit laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Fälle von Wilderei gibt es im Bezirk Jennersdorf laufend. „Es wurde noch nie ein Täter überführt, aber die Fälle steigen auch nicht exorbitant in die Höhe. Vielleicht haben wir ja dieses Mal Glück“, meint Knaus.