Erstellt am 03. Juli 2013, 00:00

Wirbel um Hundewiese. Unterschriftenliste / Freilaufenden Hunden wird mit Abschuss gedroht. Initiative will eine Hundewiese in der Stadt installieren. Gemeinde will abwarten, obwohl Grundstück vorhanden ist.

Unschöne Botschaften für Hundeliebhaber. Unbekannte haben in Jennersdorf Zettel angebracht und drohen freilaufenden Hunden mit dem Abschuss.  |  NOEN
Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Aufregung um Zettel an Bäumen: Unbekannte drohen, freilaufende Hunde zu töten (siehe Bild oben). Eine Initiative hat nun eine Unterschriftenliste ins Leben gerufen. Gefordert wird eine Hundewiese, um Konflikten zwischen Hundebesitzern und den mutmaßlichen Hundehassern aus dem Weg zu gehen und gleichzeitig die Tiere zu schützen.

„Die Idee, eine Hundewiese in der Stadt zu installieren ist aufgrund dieses Aushangs entstanden. Dieser Hinweis wurde dort ausgehängt, wo sich Hundehaltern gerne treffen, um ihren Tieren die Möglichkeit zu artgerechten Sozialkontakten zu geben. Um allen Hunden auch in der Stadt die Möglichkeit auf artgerechte Bewegung zu bieten, ersuchen wir um die Einrichtung einer Hundezone beziehungsweise eines Hundeauslaufplatzes“, erklärt Gerald Hüpfl, Sprecher der Initiative.

Mehr als 120 Unterschriften wurden bereits gesammelt – die Listen liegen derzeit noch auf, wurden aber schon dem Gemeinderat vorgelegt. „Weil ja in Jennersdorf das Budget neu beschlossen werden musste, (die BVZ berichtete) haben wir die Möglichkeit genutzt und einen Einwand eingebracht, um die Hundewiese ins Budget aufzunehmen“, sagt Hüpfl.

Der Gemeinderat hat den Einwand jedoch abgelehnt. Die Begründung: „So schnell wie es die Initiative wünscht, wird es keine Hundewiese geben. Im Budgetentwurf ist angedacht, im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes eine solche zu errichten. Da wäre nämlich ein Grundstück frei. Wahrscheinlich aber erst im nächsten Jahr“, sagt Stadtchef Willi Thomas, der den fragwürdigen Aushang emotionslos betrachtet. „In der Stadt gibt es Leinenpflicht. Hunde haben nicht frei herumzulaufen“, so die Meinung von Thomas.

Ein mögliches Grundstück hätten die Mitglieder der Initiative bereits gefunden. „Eine Idee wäre die örtliche Hundeschule, deren Pacht für das Grundstück von der Gemeinde mitfinanziert wird, zu einer Öffnung des eingezäunten Gebietes für alle Hundehalter zu bewegen“, schlägt Hüpfl vor, der jedoch schon genau Vorstellungen für die Hundewiese hat.

70 mal 70 Meter sollte das Grundstück sein, Schattenplätze sollen ebenfalls vorhanden sein und Leitungswasser sowie gute Erreichbarkeit mit dem Auto werden gefordert.