Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Wirbel um illegale Deponie. Grundstück verschmutzt / In einem Waldstück deponierter illegaler Bauschutt verstopfte die Durchlässe und wurde vom Regen auf eine private Wiese gespült. Besitzer klagt an.

Großer Ärger. Das Grundstück von Wolfgang Bruckner ist mit Bauschutt, der im Wald abgelagert wurde, verschmutzt worden. Foto: Ganster  |  NOEN, Ganster
Von Carina Ganster

GERERSDORF / Wilde Ablagerungen von Müll an versteckten Orten kommen immer wieder vor – so ärgern sich Spaziergänger regelmäßig über Abfälle in den Wäldern der Umgebung. Dass illegale Müllablagerungen in einem Waldstück einem Grundstücksbesitzer finanziellen Schaden verursachen, kommt dann doch eher selten vor. So geschehen jedoch in Gerersdorf.

Hauptgeschädigter ist Wolfgang Bruckner, der in unmittelbarer Nähe des Waldstückes ein Grundstück besitzt. Als in der vergangenen Woche die ersten Sonnenstrahlen den Himmel erhellten, wollte der Landwirt nach dem strengen Winter seine Wiesen begutachten. Was ihn dort erwartete, glich einem Schock. Eine Straße aus Bauschutt, Streusand und Schotter durchkreuzte das rund ein Hektar große Grundstück. „Ich hab mich dann auf den Weg gemacht und bin der Schuttstraße gefolgt, bis ich zum Ursprung der illegalen Mülldeponie gelangt bin. Das Bild war eindeutig, der abgelagerte Schutt hat die Durchlässe verstopft. Da musste sich das Wasser einen neuen Weg suchen und ist auf dem Weg abgeflossen, gemeinsam mit dem Schutt – mitten auf mein Grundstück“, schildert Bruckner, der bereits einen Anwalt mit der Bitte um rasche Regelung der Angelegenheit beauftragt hat. „Es kann einfach nicht sein, dass so etwas passiert. Als Grundstückseigentümer bin ich für meine Flächen verantwortlich. Da im Frühling alles sprießt, muss ich auf meinem Grundstück mit Sicherheit bald Rasenmähen. Das ist jetzt so lange nicht möglich, bis der Schutt entfernt ist, da ich mir meine Mähmaschine ruinieren würde“, ärgert sich Bruckner. Auf der Bezirkshauptmannschaft Güssing wusste man von den Müllablagerungen nichts.

„Wir können erst agieren, wenn wir Bescheid wissen. Dann muss der Schutt ordnungsgemäß vom Verursacher entfernt werden“, sagt BH-Stellvertreterin Nicole Wild.