Güssing

Erstellt am 23. September 2016, 05:26

von Michael Pekovics

„Repotec“: Wieder eine Güssinger Pleite. „Repotec“ stellt Insolvenzantrag am Landesgericht Eisenstadt. Planer des Biomassekraftwerks hat 2,2 Millionen Euro Schulden.

Die Firma „Repotec“, die sich mit der Herstellung und Planung von Biomassekraftwerken beschäftigt, ist in die Insolvenz geschlittert. Foto: Lexi  |  Lexi Horvath

Die Pleitewelle reißt nicht ab. In der Vorwoche wurde bekannt, dass die Firma „Repotec“ am Landesgericht Eisenstadt den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt hat.

„Liquidität so geschwächt, dass die Zahlungsunfähigkeit eintra“

„2,2 Millionen Euro Schulden stehen Aktive von 660.000 Euro gegenüber. 25 Gläubiger und sechs Dienstnehmer sind betroffen“, berichtet Gerhard Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform. Den Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent geboten, das Unternehmen soll weitergeführt werden.

Die Ursachen liegen in Verzögerungen bei zwei Großprojekten, bei denen Zahlungen zurückgehalten werden. Zudem sind Gerichtsverfahren anhängig. Weiters ist ein hoher Betrag an Umsatzsteuerrückvergütung vom Finanzamt trotz ordnungsgemäßer Beantragung noch nicht zugeteilt worden. Dadurch ist Kapital im Wert 2,2 Millionen Euro gebunden.

„Dies hat die Liquidität so geschwächt, dass die Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist“, sagt Weinhofer. Das Unternehmen ist 2015 aus Umwandlung der „REPOTEC“ – Renewable Power Technologies Umwelttechnik hervorgegangen und beschäftigt sich mit der Planung und Umsetzung von Biomassekraftwerken.