Erstellt am 21. November 2012, 00:00

Wirtschaft will Uni. Gute Chancen / Industriellenvereinigung ist optimistisch, dass Forderung erfüllt wird. Kosten pro Jahr werden auf 100.000 Euro geschätzt.

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Von Michael Pekovics

GÜSSING / Bereits seit Ende 2011 gibt es die Forderung einiger Unternehmen, in Güssing einen Universitäts-Standort für Optoelektronik und Photovoltaik zu installieren. Einen derartigen Lehrgang gibt es bereits seit drei Jahren in Fürstenfeld – in Zusammenarbeit mit Tridonic und Lumitech. Mit im Boot sind auch die Unternehmen Becom und Hella. Gemeinsam wurde der Cluster „Zutec“ gegründet, um ihren Mitarbeitern und auch Studenten von außen die Möglichkeit eines Universitätsstudiums in diesem Bereich zu geben.

Nun bekräftigt Manfred Gerger, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), den Plan, im Technologiezentrum Güssing gemeinsam mit der Linzer Kepler Universität einen Studiengang ins Leben zu rufen. „Wir wollen die Ausbildung um das Thema Erneuerbare Energien ausweiten – und dafür drängt sich Güssing mit seinen vorhandenen Einrichtungen quasi auf“, argumentiert Gerger. „Da gibt es viele Synergien, die nur genützt werden müssen. Außerdem hätte das Burgenland die erste Universität – und das ohne größeren finanziellen Aufwand, weil die Professoren von der Kepler Universität kommen würden.“ Was es brauche, sei die Bereitschaft des Landes, circa acht bis zehn Stipendien zu vergeben. „Die restlichen Studenten würden aus Mitarbeitern der Unternehmen bestehen, der Lehrgang soll berufsbegleitend durchgeführt werden“, sagt Gerger.

Seit 2011 wurden laufend Gespräche mit dem Land geführt, seit Kurzem wird dabei laut Gerger auch näher ins Detail gegangen. „Vielleicht ist es jetzt nach dem politischen Wechsel in Güssing an der Zeit, neue Initiativen in der Stadt der Erneuerbaren Energie auf den Weg zu bringen“, rechnet sich Gerger gute Chancen auf einen Erfolg aus. Dafür wären rund 100.000 Euro pro Jahr notwendig, rechnet der IV-Präsident vor.

Vorstoß. IV-Präsident Manfred Gerger fordert einen Uni-Standort für Güssing und nimmt das Land in die Pflicht.Archiv