Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Zehn Investoren sind interessiert. WIRTSCHAFT / Für das Unternehmen „Blue Chip Energy“ gibt es keine andere Möglichkeit, als dass ein Investor einsteigt. Zehn Interessenten haben sich bereits gemeldet.

VON SARAH WAGNER
GÜSSING / Die einzige Überlebenschance für den Photovoltaik-Hersteller „Blue Chip Energy“ ist, wenn ein Investor einsteigt. Es haben sich bereits zehn Interessierte gemeldet. Derzeit prüft der Masseverwalter, der Eisenstädter Rechtsanwalt Wilhelm Lackner, diese Angebote. „Es handelt sich dabei um Investoren aus Österreich, aber auch aus dem Ausland, sogar aus dem asiatischen Raum“, erklärt Landesrätin Verena Dunst, die gemeinsam mit dem Unternehmen derzeit an der Gründung einer Arbeitsstiftung arbeitet.

Nun wird an der Gründung  einer Stiftung gearbeitet

„Wir arbeiten in Eisenstadt seit rund zwei Wochen an einer Stiftung, um den Beschäftigten zu helfen. Derzeit geht es darum, wer mitzahlt“, so Dunst. Das Arbeitsmarktservice, das Land Burgenland, Gläubiger, die WIBAG und auch das derzeitige Unternehmen, wie auch ein späterer Betreiber arbeiten mit. „Aber erst mit einem neuen Investor kann die Stiftung konkret werden“, führt die Landesrätin aus.

Derzeit sind nach wie vor acht bis zehn Mitarbeiter vor Ort. „Die Maschinen können nicht ganz heruntergefahren werden, da es sich um chemische Vorgänge handelt“, erläutert Dunst. Wie es zu diesem hohen Schuldenstand überhaupt gekommen ist, kann sich auch die Landesrätin, die in Kontakt mit dem ehemaligen Geschäftsführer Rainer Stowasser ist, nicht erklären. „Es ist zu klären, wie es dazu gekommen ist und auch, wer die Ausstände beziehungsweise den Schuldenberg abbezahlt. Allein die öffentliche Hand kann dafür nicht aufkommen“, betont Dunst. Wenn es nach der Landesrätin geht, soll bis „Mitte September ein Investor feststehen.“