Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

„Zu Beginn war es wie in einem Traum“. 100 Tage Bürgermeister / SPÖ-Stadtchef Vinzenz Knor hat sich einen Überblick verschafft und Pläne für die Zukunft bekannt gegeben.

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Von Michael Pekovics

GÜSSING / 100 Tage „Schonfrist“ hat ein Politiker in einem neuen Amt üblicherweise. Für Vinzenz Knor war die Zeit nach der Bürgermeisterwahl dennoch wie ein Sprung ins kalte Wasser: „Anfangs bin ich die Stiegen raufgegangen und musste mich fragen, was ich hier eigentlich mache. Das war wie in einem Traum“, sagt der SPÖ-Stadtchef.

Güssing hat Schulden von zehn Millionen Euro

Nun hat er sich eingearbeitet und gab gemeinsam mit Vizebürgermeister Christian Garger und den Stadträten Alfred Brenner und Günther Mikovits einige kurz-, mittel- und langfristige Schwerpunkte bekannt. So soll es Ende Feber oder Anfang März eine Bürgerversammlung geben, in der die Ergebnisse der derzeit laufenden Finanzanalyse präsentiert werden. Laut Brenner betragen die aktuellen Schulden (Darlehen und Leasing) der Stadt rund zehn Millionen Euro, dazu kommen noch Haftungen im Ausmaß von acht Millionen Euro. „Aber erst nach der Finanzanalyse werden wir wissen, wie es wirklich um unsere Finanzen bestellt ist“, sagt Knor.

Dennoch werden einige Vorhaben noch heuer in Angriff genommen. So ist zum Beispiel die Planung für die Zukunft der Volksschule budgetiert – ob es einen Neubau oder eine Renovierung geben wird, steht noch in den Sternen. Fix ist aber, dass ins Freibad investiert wird, um es attraktiver zu machen. Vor allem auch deswegen, weil die SPÖ-Stadtregierung für den Sommer ein Kinderbetreuungsmodell ähnlich dem „Oberwarter Kindersommer“ (Betreuung im Sommer im Freibad) andenkt. „Da gibt es großen Bedarf, wir führen Gespräche mit einigen Stellen“, sagt Knor.

Außerdem sollen in der Gemeinderatssitzung im Feber Ausschüsse gebildet werden, die sich dann konkret mit den einzelnen anfallenden Themen beschäftigen sollen.