Erstellt am 28. August 2013, 00:00

Zu laut gesungen: Chor angezeigt. Polizeieinsatz / Anrainer des Stadtheurigen duldeten nächtlichen Gesang nicht und sorgen mit Anzeige für Schmunzeln beim Chor.

Von Carina Ganster

Polizeieinsatz / Nein, die Toten Hosen waren am 19. August nicht beim Stadtheurigen zu Gast. Es war der Gesangsverein Jennersdorf, der sich nach seiner Probe im Gastgarten des Stadtheurigen traf. Was sich nach der Probe zutrug, geschah laut Obmann Hansjörg Hanifl in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Gesangsvereins noch nie. Der Chor wurde wegen Ruhestörung angezeigt.

Kurz nach 22 Uhr kam Polizei beim Geburtstagsumtrunk vorbei

Doch wie kam es zu dieser Situation? „Eine Gruppe des Gesangsvereins hat sich nach der Probe im Gastgarten gemütlich zusammengesetzt. Grund dafür war ein Geburtstagsumtrunk eines Chormitglieds. Natürlich singt man bei einer Geburtstagsfeier und überhaupt, wenn jemand Geburtstag hat“, schildert Hanifl den Abend.

Um kurz nach 22 Uhr teilte die Kellnerin der illustren Sängerrunde dann mit, dass die Polizei im Haus sei. „Von den Beamten haben wir dann auch erfahren, dass es eine Anzeige wegen Ruhestörung vom benachbarten Wohnblock gegeben hat“, erklärt Hanifl, der weiter ausholt.

Schmunzeln beim Chor-Chef: „So schlecht singen wir auch wieder nicht“

„Mir ist durchaus bewusst, dass ab 22 Uhr Nachtruhe gilt, nur finde ich es schon eigenartig, dass unser Gesang störend empfunden wurde. So schlecht singen wir nun auch wieder nicht, wie unsere Auftritte und Konzerte national und international zeigen. Vor allem waren die anwesenden Heurigengäste auch recht angetan und haben unseren Gesang mit Applaus goutiert. Gegrölt haben wir auch nicht“, schmunzelt Hanifl über den doch etwas skurrilen Vorfall.

Wie hoch die Strafe für den Gesangsverein ausfällt, ist noch unklar. Fest steht für die Mitglieder aber, dass die „Nachproben“ weiterhin stattfinden werden. „Das Wetter wird ohnehin bald kühler und dann singen wir eben im Stadtheurigen und nicht im Garten“, meint Hanifl.