Erstellt am 01. Oktober 2013, 14:42

Zwei gehen nicht mit. Bauernmarkt / Verlegung ruft Kritik von zwei Marktfahrern auf den Plan. Stadtchef spricht von Einzelfällen und pocht auf das Gesetz.

Von Michael Pekovics

Bauernmarkt / „Nein, da machen wir nicht mit. Wir gehen sicher nicht weg von derzeitigen Standort.“ Gemüsehändler Gerald Kaiser aus Hartberg und Juliana Szabo aus Unterwart sind einer Meinung: „Bevor wir unsere Stammkundschaft aufgeben und den Standplatz verlassen, stellen wir uns auf den Parkplatz hin und verkaufen dort.“

Gemeinderat beschloss Verordnung auf vielfachen Wunsch

Die Aufregung ist schnell erklärt: Seit mehr als 25 Jahren gibt es den Oberwarter Bauernmarkt am Parkplatz zwischen HBLA und Freibad. Ab 19. Oktober soll dieser erstmal im Stadtpark seine Zelte, sprich: Marktstandeln, aufbauen.

Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung per Verordnung beschlossen, „auf Wunsch vieler Marktfahrer“, wie Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) anmerkt: „Die Initiative ging von einigen Marktfahrern aus. Wir mussten eine Entscheidung treffen, allen kann man es nicht recht machen.“ „Wenn die Stadt glaubt, sie muss das machen, dann soll sie. Wir können ohne Bauernmarkt auch leben“, ärgert sich Szabo.

Manfred Marlovits, Obmann von Oberwart Plus, spricht von „nur zwei Standlern, die Terror machen und auf stur stellen. Am 19. Oktober werden im Stadtpark mehr als 20 verschiedene Marktstände zu finden sein.“

„Ich habe mir das nicht umsonst aufgebaut“

Gemüsehändler Kaiser argumentiert mit seinen vielen Stammkunden: „Die wissen alle, wo ich stehe, ich habe mir das nicht umsonst aufgebaut. Auf meine Kosten kann man das nicht machen. Ich wünsche allen viel Glück beim Verkaufen ihrer Produkte im Park – nur wird der Bauernmarkt dort nicht lange überleben.“ Dem widerspricht Marlovits: „Wir folgen dem Trend vieler Städte, die ihre Märkte ins Zentrum verlagern, um es zu beleben.“

Sollten am 19. Oktober Gemüsehändler Kaiser und Juliana Szabo tatsächlich ihre Stände am Parkplatz beim Freibad aufbauen, ist Spannung garantiert. Rosner hat jedenfalls angekündigt, dass „das so auf keinen Fall geht – da gibt es ein Gesetz.“